Die Anfahrt von rund 900 KM dauerte ca. 12 Stunden. Ein Stau nach dem anderen folgte und ich war heilfroh endlich in Arco das Hotel Garden zu erreichen.
Klamotten ins Zimmer werfen und schnell essen gehen. Mhhhh ein kulinarischer Genuss erwartete mich – das wird ne besondere Woche dachte ich nur. Pizza, Pasta und Rotwein – das können die Italiener!!!
Da die Gruppe der Bergschule Oase-Alpin sich erst Sonntag Mittag trifft, konnte ich am Vormittag die Gegend um Arco erk
unden. Steile Felswände ragen hoch in den Himmel – tolle Kletterouten! Ein kurzer Stop am Gardasee durfte nicht fehlen.
Mittags begann die Klettersteigwoche mit Ausrüstungsausgabe. Die Handhabung von Kletterseil, Klettergurt, Karabiner, Helm usw. wurde vom Bergführer erklärt. Danach verbrachten wir die Zeit mit Knoten, Anseilen, Abseilen und weiteren Ausbildungsinhalten an einer Übungswand.
Der zweite Tag begann mit einem guten Frühstück und gegen 8 Uhr ging es endlich zum Klettersteig. Die Route führt an der Südflanke des Rocchetta-Massivs über einen alten Kriegspfad. Die drei Klettersteige sind technisch eher leicht, jedoch bieten Sie faszinierende Tiefblicke auf den Gardasee und Riva. Insgesamt waren wir 6,5 Stunden unterwegs – genug für den ersten Tag.
An unserem dritten Tag geht es pünktlich um 8 Uhr weiter. Der nächste Klettersteig war der Via dell Amicizia auch Freundschaftsweg genannt. Die Schlüsselstelle der Route sind die ca. 70 Meter hohe, senkrechten Leitern. Ca. 6 Stunden benötigten wir für den tollen, technisch mittel schwierigen Klettersteig. Am Gipfel Cima SAT auf 1.276 m gratulierten wir uns glücklich diesen Steig geschafft zu haben. Es folgte ein sehr steiler, unangenehm zu laufener 1.200 m langer Abstieg. Den Abend verbrachten wir mit gutem Italienischen Essen und l
eckeren Rotwein – ein Dank an die Weinexpertin Julia!
Besonders Tana, Maria und Inge möchte ich an dieser Stelle ein großes Kompliment machen! Sie waren noch nie auf einem Klettersteig gewesen und haben die besonders psychisch belastenenden Schlüsselstellen super gemeistert. RESPEKT!!!
er Tag vier beginnt um 6 Uhr mit aufstehen. Um 6:45 Uhr Abfahrt ohne Frühstück zum “Che Guevara” den Höhepunkt dieser Woche – ein extrem langer (8,5 Stunden!!), landschaftlich grandioser Klettersteig. Vor Beginn steht man vor der 1,5 Kilometer hohen Ostwand des Monte Casale und denkt “unmöglich – da geht es niemals hoch”! Ich sage euch – es war möglich und wund
erschön – aber auch sehr anstrengend. Eine gute Kondition ist hier zwingend erforderlich – teilweise gab es schwierige Kletterstellen – die allesamt aber hervorragend gesichert waren!!!
m fünften und sechsten Tag warteten auf uns noch weitere landschaftlich, tolle Klettersteige. Der “Sentiero attrezzato Gerardo Sega” ein einfacher Klettersteig, der aber alles andere als harmlos ist (besonders die Psyche wird hier auf den schmalen Bändern gefordert) und am letzten Tag ein Sportklettersteig durch eine tiefe Schlucht – mit wenig Felsberührung, aber sehr Kraftaufwendig. Der Höhepunkt sind die Dreiseilhängebrücken über der Klamm!
Eine Diashow zur Tour gibt es hier.
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