mySUMMIT: Mit der Draisine durch das Dalsland

Hier in Dalsland bietet sich eine ganz tolle Möglichkeit, die Schönheit der Natur aus einer besonderen Perspektive zu erleben: das Fahren mit der Draisine. Als wir von diesem ungewöhnlichen Fortbewegungsmittel erfuhren, waren wir sofort begeistert! Das können wir auch mit unserem Baby machen! Eine Draisine ist ein Art umgebautes Fahrrad, das auf alten Zugschienen fährt. 1840 erfand der Deutsche Karl F. Drais von Suerbronn die Draisine. Die Streckenwärter nutzten sie für die tägliche Kontrolle der Eisenbahnstrecken. Hier im Dalsland gibt es eine der längsten Draisinenstrecken in Schweden. 52 km kann man von Bengtsfors nach Årjäng in Värmland auf einer stillgelegten Bahnstrecke fahren.

Wir mieten uns eine Draisine und lassen uns noch kurz in das Gefährt einweisen: Links sitzt der Fahrer auf einer Art Fahrrad, dessen Räder auf den Schienen fahren. Daneben ist eine Sitzbank montiert, wo die zweite Person Platz hat. Das rechte Rad dient mehr als stützender Gegenpol und fährt auf dem rechten Gleis mit. Nils ist in der Manduca sicher auf Berits Arm, während Volker den Sattel auf seine Höhe einstellt. Volker tritt in die Pedale und mit lautem Rattern und Klappern geht die Fahrt los! Die Draisine rattert über die Eisenbahnschienen die schon vor über hundert Jahren verlegt wurden. Zwischen den dicken Holzbohlen auf denen die Eisenbahnschienen aufgebracht sind, wächst das Gras unaufhaltsam – hier ist schon lange keine Eisenbahn mehr gefahren.

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Die alte Bahnstrecke

Ein Schnaufen von Volker ist schon kurz nach der Abfahrt zu hören. Bereits auf den ersten zwei Kilometer muss ganz schön in die Pedale getreten werden, denn es geht recht steil von 113 auf 141 Höhenmeter bergauf. Wir radeln die meiste Zeit durch den Wald, vorbei an Felsformationen und wunderschönen Blumenwiesen. Immer wieder wird der Blick frei auf den weit unter uns liegenden See. Nach einer Stunde müssen wir für Nils eine Pause einlegen, es ist Zeit für sein Mittagessen. An einer breiteren Stelle am Rand der Schienen heben wir die Draisine aus den Gleisen und packen den Campingkocher aus. Der Brei für Nils kann gar nicht schnell genug warm werden, was aber nicht nur an Nils Hunger liegt, sondern vielmehr an den Mücken, die anfangen, Jagd auf uns zu machen. Nils und Berit verschanzen sich schließlich unter einem Mückennetz um möglichst ungestört essen zu können. Wir halten uns also nicht länger als nötig auf und wir radeln weiter.

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Mittagessen im Kampf mit den Killermücken

Während wir so dahinradeln machen wir uns Gedanken über die Bedeutung der Eisenbahn. Ohne Eisenbahn hätte sich die Industrie niemals so weit entwickelt! Dank Eisenbahn sind Wohlstand und Existenz gewachsen!

Nach ca. zwei Stunden strampeln auf der Draisine haben nach 16 Kilometer unser Ziel erreicht: den Badeplatz in Kråkviken. Hier gibt es eine schöne Rasenfläche am See wo wir unsere Decke ausbreiten damit Nils sich ein bisschen bewegen kann. Ein langer Steg führt ins Wasser und Volker freut sich auf die Erfrischung bei einem Bad im See. Wir genießen die warmen Sonnenstrahlen, die uns nach dem erfrischenden Bad wieder trocknet.

Natürlich müssen wir auch wieder zurück und auf dem Rückweg übernimmt Berit das radeln. Die Strecke beginnt direkt leicht bergauf und das schnaufen lässt nicht lange auf sich warten. Volker freute sich über seine Beifahrerrolle die doch weniger anstrengend ist als zu strampeln.

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Draisine fahren in Schweden

Ihr könnte euch nicht vorstellen, wie man mit einer Draisine über alte Eisenbahnschienen fährt? Dann schaut euch das mySUMMIT Video an:

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