Bad Wimpfen: Vergangenheit fühlen – Gegenwart genießen

Auf unserer Radtour mit Baby durch das wunderschöne Heilbronner Land war eine Übernachtung in Bad Wimpfen. Dort kamen wir nach einem sehr langen Fahrradtag gegen 18 Uhr an. Übernachten sollen wir im Kloster Bad Wimpfen. Wir wollten schnell einchecken um dann um 19 Uhr oben in der Altstadt von Bad Wimpfen eine Stadtführung mitzumachen. Das Kloster ist eine alte Benediktinerabtei die von den Maltesern im Jahr 2008 übernommen wurde. Bei der Renovierung des Klosters wurde darauf geachtet, dass die klösterliche Atmosphäre erhalten bleibt und der Hotelgast in den einstigen Räumlichkeiten der Mönche übernachten kann. Unser Zimmer lag auf der anderen Seite des Klosters und wir machten uns direkt auf den Weg. Im Dunkeln querten wir den Kreuzgang entlang des romantischen Klostergartens zu unseren Zimmern. Hier herrschte eine ganz besondere Stimmung die durch den ganzen Körper strömte. Ein wenig gruselig war es schon und wir fühlten uns zurückversetzt ins Mittelalter und stellten uns vor wie die Menschen sich gefühlt haben müssen. Die Zimmer sind spatanisch, jedoch modern ausgestattet. Wir hatten ein Zimmer mit Nasszelle, die meisten Zimmer haben jedoch Etagendusche. Eine wirklich kostengünstige, beeindruckende Übernachtungsmöglichkeit die wir euch ans Herz legen möchten.

kloster
Kreuzgang Kloster Bad Wimpfen

Vom Tal wirkt die Stadtsilhouette Bad Wimpfens wirklich beeindruckend und wir freuten uns schon auf die historische Stadtführung. Am Bahnhof sollte die Stadtführung beginnen und pünktlich um 19 Uhr finden wir uns dort ein. Eine paar Touristen stehen vor der Eingangshalle und bei einer Dame bezahlt man seine Teilnahmegebühr. Irgendwie passierte danach gar nichts mehr, wird dachten schon das unser Guide sich verspätet hat. Plötzlich kommt hinter dem Bahnhof in einem eleganten, historischen Kostüm eine Dame um die Ecke. Innerhalb von Sekunden wird man in eine Situation im Mittelalter katapultiert und ich fühle mich als Zeitzeuge. Die Dame stellte sich als  Kurgründerin vor und begleitet uns nun den ganzen Abend durch die Stadt. Sie erzähltre uns, das Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) in die Stadt kam und die alte Marktstadt in eine trutzig-wehrhafte Pfalz ausbauen lies. Nördlich der Alpen gibt es keine größere Pfalz als in Bad Wimpfen. Plötzlich begegnen wir einer Bauernfrau die über das Leid der einfachen Leute klagt. Sie erzählt bei spazieren vom eigenen einfachen Leben. Der krasse Gegensatz zwischen der reichen Kurgründerin und des einfachen Bauernvolkes wird deutlich. Beim Anblick der Fachwerkhäuser und Brunnen fühlen wir uns zurückversetzt in die Zeit.

Bad Wimpfen
Fachwerkhäuser in Bad Wimpfen

Gegen Ende der beeindruckenden Stadtführung die Lust auf mehr macht, erzählen de beiden uns, das im mittelalterlichen Ambiente der Stadt drei der historischen Märkte weiterhin stattfinden:

Der TALMARKT (965) findet jedes Jahr Ende Juni statt. Seinen Ursprung hat der Wimpfener Talmarkt aus den Pilgerströmen zum Patroziniumsfest St. Peter.

Am letzten Augustwochenende findet der ZUNFTMAKRT (früher Hafenmarkt, 1391) statt. Dort zeigen Handwerker eine Vielzahl an handwerklichen Techniken wie z.B. Schmiedearbeiten, Korbflechten, Töpfern, Drechsler etc. begleitet mit Gesang und Tänzen des Mittelalters. Hier herrscht eine Stimmungsvolle und abwechslungsreiche Unterhaltung auf dem Markt.

An den ersten drei Adventswochenenden findet der ALTDEUTSCHE WEIHNACHTSMARKT (früher Katharinenmarkt, 1477) statt. Bereits 1487 verlieh Kaiser Friedrich III. der Stadt Wimpfen das Privileg, vor Weihnachten einen Markt abhalten zu dürfen.

Wir entschließen uns, in diesem Jahr den Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen zu besuchen. Bis bald Bad Wimpfen..

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