Archiv der Kategorie: 2013 Schweden/Norwegen

mySUMMIT: Mit dem Kajak im Dalsland paddeln

Vier Wochen Urlaub im Dalsland und kein einziges Mal Paddeln? Wenn man mit einem Säugling unterwegs ist, muss dieses Erlebnis in Schweden wohl ausfallen! Wenn man nicht das große Glück hat, Besuch von den Großeltern zu bekommen. Und dass die dann auch noch Spaß daran haben, einen ganzen Tag auf ihren Enkel aufzupassen.

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Am Donnerstag war es dann soweit, Berit und ich konnten ein paar Stunden als Paar Zeit für uns zu haben. Natürlich war es klar, dass wir die Zeit nutzen, um im Dalsland paddeln zu gehen. Das Seensystem des Dalslandkanals eignet sich perfekt für ausgiebige Kanutouren. Von hier sieht man die Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive und wenn man so lautlos über das Wasser gleitet, kommt man der Natur ganz nahe.

Der Kanuverleih boomt in Bengtsfors / Dalsland und es mangelt auch nicht an Verleihern, die Kanadier anbieten. Wir hatten jedoch Lust, Kajak zu fahren. Ein Glück dass wir von Ute, die wir über das Internet kennengelernt haben, einen Kontakt zum Bootshaus in Bengtsfors bekommen haben. Sie schrieb uns, dass Freunde von ihr in Bengtsfors ein Geschäft haben und wir sie doch besuchen sollten um ganz liebe Grüße von ihr zu bestellen.

Es nieselt noch ein wenig, als wir uns am Donnerstag um 10:30 Uhr mit Christian im Bootshaus treffen um das Zweierkajak entgegenzunehmen. Hier gibt es beliebte Kanus und Kajaks und wir bekommen die Ausrüstung (Schwimmwesten, Paddel und Boot) und dann kann es auch schon losgehen.

Wir genießen das ruhige Dahingleiten über den See Lelång, wo wir fast ganz alleine sind. Volker war 2009 genau hier schon mal eine Woche paddeln und er erkennt die Uferplätze und Inseln direkt wieder, wo sie damals angehalten haben. Also machen wir uns auf die Suche nach dem damaligen Lagerplatz, der auf einer kleinen Insel etwas weiter nördlich liegt. Hier sehen wir gerade die Übernachtungsgäste der letzten Nacht das Lager räumen. Überall im Seensystem des Dalslandkanals gibt es vorbereitete Lagerplätze mit Schutzhütten aus Holz und Feuerplätzen. Noch treibt uns der Hunger nicht zu einer Pause, so dass wir beschließen, ein wenig weiter zu paddeln. Die Sonne bricht durch die Wolken durch und wir genießen das Paddeln in vollen Zügen. Christian hatte uns von einem Tunnel erzählt, durch den man in den Nachbarsee kommt. Er ist unser nächstes Ziel. Hier unterqueren wir eine Straße und befinden uns dann im See Ärtingen. Jetzt meldet sich der Magen und wir beschließen, eine Pause einzulegen. An einem netten Felsen am Ufer unter ein paar Bäumen gehen wir an Land und genießen den Blick auf den See und unser Butterbrot.

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Nach der Pause paddeln wir weiter entlang am Ufer wo wir die steilen Felsformationen und Waldböschungen bewundern. Hier kommt man der Natur ganz nahe. Als wir unser nächstes Etappenziel – eine Kirche auf einer Landzunge – erreicht haben und den Blick gen Himmel richten, beschließen wir, den Rückweg anzutreten. Der Himmel ist unheimlich dunkel geworden und ein Wind ist aufgezogen. Besser wir kommen vor dem Regen wieder nach Hause.

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mySUMMIT: Flåmsbahn

Laut ertönt das Signal einer alten Eisenbahn gefolgt von dem Klackern auf den Schienen. In den kleinen Bahnhof am Hafen fährt die berühmte Flåmsbahn ein. Es drängelt sich eine Menge Leute an den Ticketschaltern für die Eisenbahn, um noch einen Sitzplatz für eine Fahrt am nächsten Tag zu ergattern. Die Flåmsbahn fährt unermüdlich. Zwei Züge im Wechsel: eine Stunde durch das Flåmtal ins Hochgebirge nach Myrdal und zurück. Extra für diese Bahnfahrt sind wir in diesen Ort gekommen. Da sind wir allerdings nicht die einzigen. Hier wimmelt es von Touristen. Der einzige Campingplatz am Ort ist ausgebucht. Wir haben hier eine kleine Hütte gemietet, die uns die nächsten zwei Nächte beherbergen wird.

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Der Campingplatz liegt idyllisch am Fuße des Aurlandsfjordes zwischen steilen Gebirgszügen. Gigantische Bergformationen türmen sich zu beiden Seiten auf. Man kann gut verstehen, warum die Region hier auch die Grand Canyons Norwegens genannt wird! Es könnte so beschaulich hier sein, wenn es nicht von Touristen nur so wimmeln würde. Klar – wir gehören auch dazu, schließlich wollen wir morgen auch mit der berühmten Bahn fahren und die faszinierende Zugreise zwischen Fjord und Hochgebirge erleben, die überall angepriesen wird.

Frühzeitig sind wir am nächsten Morgen am Bahnsteig, um einen guten Platz in der Bahn zu bekommen. „Erleben Sie atemberaubende, großartige Natur, wie es sie in Norwegen kaum ein zweites Mal gibt: Flüsse, der sich ihren Weg durch tiefe Schluchten bahnen, Wasserfälle, die an steilen Bergwänden  mit schneebedeckten Gipfeln zu Tal stürzen, und Berghöfe, die sich an steilen Hängen festklammern“ versprechen die Werbebroschüren der Touristeninformation. Da wollen wir doch alles sehen können! Das Wetter spielt leider nicht richtig mit: die Wolken hängen tiefen und verwehrt den Blick auf die hohen Berge.

Der Zug füllt sich rasch und es herrscht ein Stimmengewirr auf allen möglich Sprachen. Spanisch, Polnisch, Deutsch, Englisch… nur Norwegisch war nicht zu hören.. Nils schaut mit großen Augen! Es rattert und ruckelt – der Zug setzt sich in Bewegung. Auf mehreren Sprachen ertönt die Durchsage mit Informationen über die Sehenswürdigkeiten während der Fahrt über ein modernes Informationssystem mit LCD-Monitoren und einer computergesteuerten Reiseführung über Lautsprecher. Wer es bis jetzt nicht gemerkt hat, der weiß es spätestens in diesem Augenblick, dass dies hier eine ganz schöne Touristentour ist. Das erste mal in Norwegen reingefallen….

Die Flåmsbahn ist eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt auf einer Normalspur. Der Großteil der Strecke haben einen Neigungsgrad von 55 Promille, was einer Steigung von einem Meter auf 18 Meter Strecke entspricht. Die Bahn wird sich über 800 Höhenmeter auf ihrer 20 km langen Strecke nach Myrdal hochschlängeln. Geplant wurde die Bahn bereits im Jahr 1871, bis ihr Bau im Jahre 1924 beginnen konnte. Insgesamt mussten 20 Tunnels gegraben werden, von 18 nur mit Handwerkzeug ausgeschlagen wurden. Einen laufenden Meter Tunnel auszubohren kostete einen Monat harte Arbeit. Insgesamt mussten 5.692 Meter Tunnel und 20,2 km Eisenbahnstrecke fertiggestellt werden. Die erste Fahrt auf dieser Strecke konnte am 1. August 1940 stattfinden. Das technisch anspruchsvollste dieser Bahntrasse sind allerdings die Wendetunnel, die sich spiralförmig durch das Gebirge ziehen, Hier vollzieht der Zug eine 180 Grad Wendung mitten im Tunnel!

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Wir sind sehr enttäuscht von der Bahnfahrt, auf die wir uns schon die ganze Zeit gefreut haben. Von der spektakulären Landschaft bekommt man aus dem Fenster des rollenden Zuges nicht so viel mit. Der Zug hält ein paar Mal, so dass die Touristen die Möglichkeit haben, auszusteigen und die eine oder andere Aussicht zu fotografieren. Das gibt natürlich wieder ein Geschupse und Gedrängel. Bei der Rückkehr auf seinen vorherigen Platz kann es dann auch noch passieren, dass andere Mitreisende den Sitzplatz inzwischen eingenommen haben, was wiederum zu lautstarker Diskussion führt.

Wieder in Flam angekommen bahnen wir uns den Weg durch das Menschengewühl am Bahnhof. Unglaublich wie viele Menschen hier an einem Fleck versammelt sind. 2012 wurde hier ein neuer Besucherrekord verzeichnet: 635.368 Reisende in einem Jahr! „Campingplatzbesitzer müsste man hier sein!“ lacht Volker und rechnet im Kopf den Tagesumsatz im Sommer aus… typisch Kaufmann…

Am Nachmittag erlebten wir dann doch noch ein Highlight – wir fuhren mit dem Auto durch den längsten Straßentunnel der Welt. Mit 24,5 Kilometern länge eine gruselige Fahrt. Im Tunnel selber gibt es eine Überraschung: Alle sieben Kilometer erreicht man eine große Höhle, die wunderschön beleuchtet sind.

BigKatie

mySUMMIT: Was kosten Lebensmittel in Norwegen 2013

Eine häufige Fragen von unseren mySUMMIT Leser ist, was Lebensmittel in Norwegen kosten. Die Lebensmittelpreis in Norwegen schwanken natürlich regional aber gegenüber Deutschland muss bis zum dreifach bezahlt werden. Natürlich gibt es auch Lebensmittelgeschäfte in Norwegen, die vergleichbar sind mit den Discountern in Deutschland – trotzdem sind die Preise immer noch deutlich höher als in Deutschland oder Schweden. Als Familie beim Reisen mit Baby während der Elternzeit kommt man nicht daran vorbei, so viel wie möglich an Lebensmittel mit nach Norwegen einzuführen. Natürlich muss man die Zollbestimmungen einhalten! Zum Beispiel dürfen nur geringe Mengen Alkohol eingeführt werden oder es dürfen keine Kartoffeln eingeführt werden! Da wir ja schon fünf Wochen in Schweden waren, haben wir in Schweden viele Lebensmittel eingekauft für unsere Norwegenreise.

In den nächsten Wochen werden wir hier unsere Einkaufsliste und die Lebensmittelpreise in Norwegen 2013 veröffentlichen und regelmäßig aktualisieren:

Lebenshaltungskosten in Norwegen – Stand: Juli 2013
angesetzter Umrechnungskurs 1 Euro =  7,60 NOK
1 L Diesel  13,78 NOK  1,81 €
0,5L Coca Cola  18,40 NOK  2,42 €
Brötchen 90g  8,20 NOK  1,08 €
1 L Milch  16,70 NOK  2,20 €
300g Hühnchenfilet  45,50 NOK  5,99 €
1,5 L Mineralwasser „Fa. Olden“  19,90 NOK  2,62 €
1 L Orangensaft  22,50 NOK  2,96 €
0,5 L Dose Bier  23,90 NOK  3,14 €
1,5 L Mineralwasser „First Price“  8,90 NOK  1,17 €
Eis – Daim  30,00 NOK  3,95 €
400 Gramm Lachsfilet  60,37 NOK  7,94 €
700 Gramm Kartoffeln  18,18 NOK  2,39 €
600 Gramm Brot  24,90 NOK  3,28 €
250 Gramm Butter  23,90 NOK  3,14 €
500 Gramm Früchteyoghurt  15,50 NOK  2,04 €
300 Gramm Hackfleisch (Rind)  35,90 NOK  4,72 €
Ansichtskarte  7,00 NOK  0,92 €
X-TRA Cookies  9,50 NOK  1,25 €
400 Gramm Barilla Basilico Soße  21,90 NOK  2,88 €
500 Gramm Barilla Farfalle  19,90 NOK  2,62 €
300 Gramm Oliven grün  29,90 NOK  3,93 €
340 Gramm Dose Mais  10,90 NOK  1,43 €
250 Gramm Dose Erbsen  19,90 NOK  2,62 €
500 Gramm Eisberg Salat  17,90 NOK  2,36 €
500 Gramm Paprika Mix  24,90 NOK  3,28 €
1 KG Blumenkohl  19,90 NOK  2,62 €
600 Gramm Möhren  19,90 NOK  2,62 €
1 KG Tomaten  39,90 NOK  5,25 €
1 KG Äpfel Granny Smith  21,90 NOK  2,88 €
400 Gramm Glas Erdbeermarmelade  45,90 NOK  6,04 €
180 Gramm Brie  24,90 NOK  3,28 €
1 KG Entrecote  229,00 NOK  30,13 €
6 Eier  21,90 NOK  2,88 €
100 Gramm Tafel Schokolade  22,90 NOK  3,01 €

mySUMMIT: Molden Summit – die ultimative Fjordaussicht

Das erste Mal Pasta Bolognese für Nils. Zunächst etwas skeptisch, dann aber immer gieriger schluckt unser Kleiner seinen Brei. Immer weiter geht das kleine Mündchen auf. Im Hintergrund ragen die weiß bedeckten Gipfel des Breheimen Nationalparks auf. Wir sitzen im Schatten eines großen Steines auf dem weichen Moos und machen Mittagspause kurz vor dem Gipfel des Molden.

Heute nutzen wir das schöne Wetter, um die tolle Aussichte auf die Fjordlandschaft vom Moldengipfel zu genießen. Der Rucksack ist schon mit den üblichen Utensilien für unsere Wanderungen mit Baby gepackt: Neben Campingkocher und Wasserschlauch hat er Babybrei, Sonnencreme und Wechselklamotten für den Kleinen dabei. Eine dicke Weste und sicherheitshalber die dicke Wintermütze sind auch mit dabei. Für uns natürlich Pullover und Regenjacken und das Proviant. Wenn dann noch Fotoausrüstung und Stativ hinzukommen, wird der Rucksack ganz schön schwer.

Lusterfjord
Blick auf einen Arm des Sognefjords

Am Wanderparkplatz angekommen, ist die Ausschilderung des Wanderweges zum Gipfel nicht zu übersehen. Rot markiert führt der Weg linkerhand in den Nadelwald hinein. Bei der strahlenden Sonne sind wir dankbar für den schattenspenden Wald. Nils ist gut drauf. An das Wandern in der Manduca hat er sich inzwischen wunderbar gewöhnt. Sobald es losgeht, beginnt er zu trällern und zu quietschen als gäbe es nichts Schöneres. Als wir nach ca 300m auf einen Fahrweg gelangen, ist er bereits eingeschlafen.  Nach einer halben Stunde erreichen wir den ersten Aussichtspunkt: Skjoldnaklanten steht auf dem Schild, das links vom Fahrweg in den Wald weist. Hier gönnen wir uns eine kurze Pause für einen Blick über das breite, waldreiche Tal mit Wiesen und Feldern. Im Hintergrund thronen Schnee bedeckt die Berge des Breheimen Nationalparks mit ihren Gipfeln Krokberg und Hogaleinene. Nach einer guten Stunde  kommen wir schließlich am Gipfel des Molden an. 1.116m. Nils erster Gipfel! Das wird natürlich sofort im Gipfelbuch vermerkt. Wer kann schon seinen ersten „Gipfelerfolg“ mit sechs Monaten aufweisen?

Wir bleiben allerdings nicht am Gipfel sondern gehen noch ein paar Meter weiter. Diesen Tipp hatte uns unser Gastwirt gegeben. Hier kommt man an die Kante des Berges und hat eine atemberaubende Aussicht über die zwei Arme des Lusterfjordes.

Molden Gipfel Norwegen
Was für eine tolle Aussicht Papa…

Wir sind wie verzaubert. Wahnsinn! Son einen Blick hat man nicht oft im Leben. Einfach unbeschreiblich. Hier könnte man den ganzen Tag sitzen und einfach nur auf den Fjord schauen. Geradeaus blicken wir auf den innersten Teil des Lusterfjords mit Nes und Hoyheimsvik im Vordergrund. Ganz klein sehen wir die weiße Kirche, wo gegenüber unsere Unterkunft liegt. Am Horizont sieht man die weißen Gipfel des Sognefjells. Über die Passstraße sind wir gestern noch gefahren. Links zweigt sich ein Arm des Fjordes ab und mündet im Hafen von Gaupne. Das Wasser im Fjord glänzt smaragdgrün in der Sonne. Die Farben hier in Norwegen sind unbeschreiblich! Linkerhand leuchtet der Gletscher Jostedalsbreen weiß in der Sonne.

Man kann sich kaum von diesem fantastischen Panorama trennen, aber schließlich müssen wir doch den Rückweg antreten. Beim Abstieg kommen uns  kommen weitere Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters entgegen. Ein kleines Mädchen, das sicher nicht viel älter ist als Nils strahlt von der Krakse hinunter, die ihr Vater den Berg hinauf trägt. Der Molden Gipfel ist absolut eine Wanderung, die man gut mit Kindern machen kann.

mySUMMIT: Top of Norway Galdhopiggen 2.469 m

Nachdem ich am ersten Tag die Besteigung wegen schlechtem Wetter abbrechen musste, gibt es heute am 10 Juli 2013 den zweiten Versuch.

Das Wetter soll laut norwegischen Wetterdienst heute super werden, 2-3 Grad kalt, kein Wind und Sonnenschein. Nach gut 1,5 Stunden Anfahrt beginnt gegen 07:00 Uhr die Besteigung des höchsten Bergs Norwegens. Meine Outdoor-Ausrüstung und Bekleidung für diese Bergbesteigung habe ich bereits  am Vortag gepackt.

Bis zum Gipfel vom Galdhopiggen sind über 1.300 Höhenmeter zu überwinden. Die erste Stunde geht es über einen sehr steilen schönen Pfad – wie man Ihn auch aus den Alpen vom Hüttenwandern kennt. Vor mir ist heute noch keiner vom Ostfuß des Massivs her aufgestiegen, so bin ich der einzige Bergsteiger und ich freue mich den Weg ganz alleine für mich zu haben. Nach einer guten Stunde mache ich Frühstückspause, da ich seit dem Aufstehen nur ein kleines Knäckebrot ohne Belag gegessen habe. Ich genieße das Panorama, der Gletscherfluss Visa fliest  laut rauschend im Tal und auf der anderen Seite des Tals fliesst eine Gletscherzunge den Berg hinab.

Der Weg ist gut markiert, jedoch beginnt die anstrengende Blockkletterei  über eine Moräne vom Gletscher Svelnosbrean. Immer wieder wechseln sich lange Schneefelder  mit Blockkletterei ab. Endlich ist ein Gipfel zu erkennen, ein Blick auf die Uhr sagt mir, das dies nicht der Galdhopiggen sein kann. Nachdem ich mich bis auf den Gipfel herauf gekämpft habe, schaue ich auf die Karte und stelle fest, das ich den Vorgipfel Svellnose erreicht habe. Immer steiler wird nun das Gelände, welches sich in Blockkletterei auf der Moräne und lang gezogene Schneefelder aufteilt. Heute Nacht ist etwas Neuschnee gefallen, welcher auf dem gefrorenen Schneefelder liegen geblieben ist. Der Weg hat mittlerweile einen Hochalpinen Charakter. Es geht über steile gefrorene Schneefelder und ich ziehe mir die Steigeisen an. Da ich als erstes heute hier oben alleine unterwegs bin, möchte ich kein Risiko eingehen. Ich bin froh das ich mir im The North Face Online Shop noch passende Outdoor Unterwäsche gekauft habe, da die Sonne mittlerweile sehr stark scheint und es richtig warm wird.

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Endlich erreiche ich den Vorgipfel Keilhaus topp auf 2.355 Meter höhe. Der Vorgipfel wurde nach dem Nationalpark Jotunheimen Entdecker und Geologen Balthasar Mathias Keilhau benannt, der die Erstbesteigung des Galdhopiggen an dieser Stelle wegen Schlechtwetter abbrach. Die erste bekannte Besteigung gelangt Steinar Sulheim, S. Flaatten und L. Arnesen im Jahre 1850. Vom Keilhaus topp ist der Gipfel des Galdhopiggen bereits zu sehen. Von hier aus nur noch gute 100 Höhenmeter, die es nochmal in sich haben. Man kämpft sich drei steile Schneefelder hinauf. Oben angekommen schreie ich – wie immer wenn ich einen Gipfel erreiche – „mySUMMIT“ laut heraus.

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Ich bin wirklich froh den Gipfel erreicht zu haben, nicht nur den höchsten Berg Norwegens, nein es ist sogar der höchste Berg Skandinaviens. Ein beeindruckendes Panorama bietet sich mir, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Man sieht die beeindruckende Berg- und Gletscherwelt, bishin zu den Fjorden an der Westküste. Es ist wirklich atemberaumend schön. Ich ruhe mich etwas aus, esse und trinke meine mitgebrachte Jause und mache dann das obligarorische Gipfelfoto. Ich stehe ganz alleine hier oben, geniesse die Stille und das Panorama.

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Der Abstieg gelingt mir schnell, da man die mittlerweile aufgetauten Schneefelder  runter rutschen kann und nach 1,5 Stunden erreiche ich den Wiesenpfad. Jetzt bin ich schon 8,5 Stunden unterwegs, davon gute sieben Stunden am Berg und die Konzentration lässt nach. Endlich um  14:30 Uhr erreiche ich wieder das Berghotel Spiterstulen, wo ich unser Auto geparkt habt. Nun muss ich nur noch die 1,5 Stunden Autofahrt bis zu unserer Blockhütte im Nationalpark Jotunheimen zurücklegen. Nach 11,5 Stunden nehme ich meine Familie wieder glücklich in den Arm.

mySUMMIT: Die nächsten Wochen Norwegen

Wir vom mySUMMIT Team freuen uns, nach fast sechs Wochen wunderschönen Urlaubstagen in Schweden den letzten Teil unserer Reise anzutreten. Die nächsten vier Wochen geht es nach Norwegen ins Land der Trolle, Fjorde, Gletscher und.

Die erste Woche ist ganz nach meinem Geschmack  – im Jotunheimen Nationalpark besteige ich (leider alleine, da für unser Kind diese Tour wirklich nichts ist) den höchsten Berg Norwegens – den 2.469 m hohen Galdhopiggen. Vom Gipfel hat man ein beeindruckendes Panorama über die Berg- und Gletscherwelt bis hin zu den Fjorden an der Westküste Norwegens.

Galdhøpiggen
Der Galdhøpiggen (Quelle Foto: Wikipedia)

Weiter geht es mit unserem Baby zum Jostedalsbreen Gletscher, der mit 500 Km2 der größte Gletscher auf dem Europäischen Festland ist. Die Besteigung des  Moldengipfel, um die beeindruckende Sicht auf den Lusterfjord zu geniessen und die Stabkirchen in Urnes und Borgend.

So beginnen unsere  ersten Tage in Norwegen – viele weitere werden folgen – Ihr könnt gespannt sein!

Freuen uns auf eure Kommentare auf unserer Facebook Seite.

Euer mySUMMIT Team