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10 Tage Afrika – Besuch der Elfenbeinküste

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Blick auf Abidjan

Da sitzen wir von mySUMMIT in dem kleinen Seat Ibiza – die Klimaanlage gibt ihr bestes und pustet ein wenig kühle Luft in den Wagen. Draußen ist es staubig und heiß bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Vorwärts geht es eigentlich nicht. Auf der eigentlich dreispurigen Straße hat sich ein Knoten gebildet. Alle hupen wild und versuchen durch die kleinsten Lücken doch irgendwie voran zu kommen. An Verkehrsregeln hält sich hier keiner, denn die Straße ist für alle da. Nicht nur für Lkw, Minibusse, Pick-ups und Taxen – auch für Eselskarren und die vielen Menschen zu Fuß, beladen mit den erstaunlichsten Gegenständen. Für einen Nicht-Afrika-Erfahrenen wie mich ein erstaunliches Spektakel. Den Stau, der hier entstanden ist, nutzen die vielen Menschen am Straßenrand, ihre Ware zum Verkauf anzubieten. Ich staune ganz schön, was uns hier im „Vorbeifahren“ alles verkauft werden soll: von verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, Nüssen und Reis, Couscous oder Attiéké (eine Art Couscous aus der Maniok-Wurzel) über Taschentücher, Spülmittel und aufblasbaren Planschbecken bis hin zu lebenden Hühnern oder kleinen Hasen. „Wer zum Teufel kauft das alles direkt am Autofenster?“ frage ich mich. „Ja, die machen hier ihren Schnitt“ meint meine Schwester. „Viele Leute leben hier von der Hand in den Mund. Sie verkaufen ein paar Teile und können sich dafür das kaufen, das sie selber für den Tag benötigen.“ Unsere Fenster bleiben aber unten. Sicherheitshalber!

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An der „Autobahn“

Wir fahren auf einer der Hauptstraßen von Abidjan – der Wirtschaftsmetropole der Elfenbeinküste. Etwa 4 Millionen Menschen leben hier. Meine Schwester lebt mit ihrer Familie nun schon seit zwei Jahren in Abidjan. Für mich eine komplett neue Welt. Dass sich der Stau immer noch nicht aufgelöst hat, stört mich gar nicht: so viel gibt es hier zu sehen und zu bestaunen. Langsam aber löst sich der Knoten und meine Schwester steuert das Auto geschickt durch den Verkehr. Beim Weiterfahren sehen wir auch den Auslöser des Chaos: ein Taxi ist bei dem Versuch, eine Abkürzung über eine erhöhte Bordsteinkante zu nehmen, hängen geblieben ist.

Die Bevölkerung von Abidjan bietet ein buntes Bild mit starken Kontrasten zwischen Arm und Reich. In vielen Ecken sieht man Slums mit Bergen von Müll und streunenden Hunden. „Es gibt hier einige Viertel wie Abobo oder Adjamé, die viel unter Kriminalität und Gewalt zu leiden haben.“ erklärt mir meine Schwester. „Dann wiederum gibt es gehobene und reiche Viertel, wo man exklusive Restaurants, noble Boutiquen und teure Hotels findet, wie z.B. im Stadtkern von Abidjan, im Le Plateau.“ Sie selber wohnen im Stadtteil Cocody – ein bunt gemischtes Viertel mit vielen Geschäften und Märkten und auch Straßenküchen und kleinen Bars an den Straßenecken. Hier lebt und arbeitet meine Schwester mit ihrem Mann und den zwei Kindern. Während die Eltern arbeiten, kümmert sich eine Nanny um die beiden Kinder. Eine Haushälterin sorgt für die Sauberkeit im Haus und ein leckeres Mittagessen für die Familie. „Als Ausländer bist du hier allerdings nicht sehr angesehen, wenn du kein Personal beschäftigst“ erklärt mir meine Schwester. „Das Geld, das du hier verdienst, soll auch an die Bevölkerung weitergegeben werden.“

„Sauberkeit spielt hier in diesem Klima noch eine ganz andere Rolle als zuhause: Bei der hohen Luftfeuchtigkeit müssen alle Kleidungsstücke gebügelt werden, sonst bildet sich Schimmel.“ erklärt sie. „Bei dem ganzen Staub hier in der Stadt muss auch jeden Tag gewischt werden.“ Hygiene ist außerdem extrem wichtig, um sich Ungeziefer wie Ameisen oder Kakerlaken vom Hals zu halten.

Dank Nanny haben wir Zeit, die Stadt zu zweit ohne Kinder zu besichtigen. Wir quälen uns mit dem Auto durch den Verkehr und ich staune über die verschiedenen Viertel und die vielen Menschen auf der Straße. Wir kaufen tolle afrikanische Stoffe und geben bei einem Schneider verschiedene Kleider und Röcke in Auftrag. Wir kaufen Obst und Gemüse auf dem Markt, trinken einen Cocktail in einem schönen Café mit tollem Blick auf die Skyline von Abidjan. Wir besichtigen das Wahrzeichen der Stadt: die Kathedrale Saint-Paul du Plateau, die aussieht wie ein Elefant mit einem Kreuz zwischen den Stoßzähnen. Im Inneren des Kreuzes kann man die Spitze besteigen und wir haben einen gigantischen Blick auf die Stadt.

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Kathedrale Saint-Paul du Plateau

Nach den Erlebnissen in der Millionen-Metropole gönnen wir uns ein paar Tage am Meer mit der ganzen Familie.

Über die Autobahn, die den Namen eigentlich gar nicht verdient hat, fahren wir etwa zwei Stunden durch das Land. Vorbei an Plantagen mit grünen Palmen, wo Kokosnüsse und Ananas angebaut werden, Kautschuk-Plantagen und Sumpfgebieten. Immer an der Küste entlang geht es nach Assinie.

Assinie ist ein buntes Fischerdorf und war während der französischen Kolonial-herrschaft ein wichtiger Handelsplatz. Heute reihen sich hier eine Vielzahl von Hotels aneinander. Es ist eine außergewöhnliche Welt von Lagunen und Palmenstränden, die in Afrika ihresgleichen suchen. Neben den palmenumsäumten Sandstränden am Atlantik weisen die Lagunen von Assinie eine Vielfalt von tropischen Pflanzen und Mangrovenwäldern auf. Hier finden wir unberührte kilometerlange menschenleere Sandstrände. Die Wellen des Atlantiks sind uns aber zu stark… Baden trauen wir uns hier nicht. In der Lagune ist das Wasser ruhig und lädt zu einer erfrischenden Abkühlung ein. „Lieber nicht…“ warnt meine Schwester. „Angeblich ist die Lagune Krokodil-frei, aber ich bin mir nicht sicher, ob diese Aussage nicht nur zur allgemeinen Beruhigung der Touristen dienen soll.

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Ob die Lagune wirklich Krokodilfrei ist?

Die nahegelegene Krokodil-Aufzuchtstation bekommt jedoch ihren Nachwuchs hier aus der Gegend.“ Also begnügen wir uns mit dem hoteleigenen Pool und genießen ein paar wunderbare Tage in dieser atemberaubenden Gegend. Wir bewundern die Krokodile verschiedenen Alters in der Aufzuchtsstation und bestaunen das Schauspiel eines ankommenden Fischerbootes am Strand von Assinie.

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Baden am Strand

Beim Abendessen mit Blick auf die Lagune genießen wir die afrikanische Küche: Frischer gegrillter Fisch mit Alloco (klein geschnittene frittierte Kochbananen) oder Attiéké und scharfer Tomatensauce. Hier kann man es gut aushalten und die Reise in die Elfenbeinküste geht viel zu schnell zu Ende. Für das mySUMMIT Team ist klar: das war nicht die letzte Reise auf den bunten Kontinent Afrika und die Côte d´ivoire!

Wandern mit Kinderwagen in Köln und Umgebung

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40 Touren Eifel – Rheintal – Bergisches Land

Nach dem Aufstehen der erste Blick aus dem Fenster – endlich mal ein regenfreier Tag. Heute konnten wir mit unseren Kindern endlich wieder wandern gehen. Der neue Wanderführer aus dem Rother Bergverlag für die Region Köln – Bonn bietet 40 Touren für Familien, die mit Kinderwagen wandern möchten. Wir haben uns eine schöne Tour ausgesucht und fuhren nach dem Frühstück los. Unser Ziel war der Liblarer See – einer der attraktivsten Badeseen im Westen von Köln. Es ist eine leichte Uferwanderung auf breiten Wegen durch den Wald. Immer wieder gibt es schöne Plätze, dann denen man direkt ans Wasser kommt – was unserem großen viel Spaß bereitete, da er am flachen Ufer toll Steine ins Wasser werfen konnte.

Insgesamt war die Strecke mit 4 Kilometern genau richtig für unseren fast zweijährigen Sohn. Unsere Tochter verbrachte den Vormittag fröhlich im Kinderwagen und brabbelte vor sich hin.

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Wandern durch den Naturpark Kottenforst Ville mit dem Kinderwagen

Nach einer knappen Stunde Wanderung mit dem Kinderwagen erreichten wir den Waldbiergarten – früher Einhorn – und konnten uns mit Getränken und leckeren Brezeln stärken.

Wir von mySUMMIT hatten wirklich eine tolle Wanderung mit Kinderwagen hier in der Kölner Umgebung und freuen uns schon auf weitere tolle Touren. Das Buch von Mathieu Klos „Wandern mit dem Kinderwagen Köln-Bonn“ ist im Rother Bergverlag unter ISBN 9783763331239 erschienen. Auf den 160 Seiten gibt es ausführliche Tourenbeschreibungen, detaillierte Wanderkarten mit aussagekräftigen Höhenprofilen. Das Buch ist eine tolle Hilfe für alle Familien, die auch mit Baby nicht auf die Wanderungen verzichten wollen.

Jetzt am Gewinnspiel teilnehmen
Wir verlosen zwei Exemplare des Buches bei unserem Facebook Gewinnspiel. Die Teilnahme ist einfach: Nur unsere Facebookseite mySUMMIT “liken”, den Beitrag teilen und schon nehmt Ihr am Gewinnspiel teil. Die Bücher werden unter allen mySUMMIT Facebook Fans am 31. August 2014 verlost. Die Gewinner werden benachrichtigt und erhalten das Buch zugesendet.

Es gelten die Teilnahmebedingungen auf https://mysummit.wordpress.com/mysummit/

Gewinnspiel „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“

Gutschein
Gewinnspiel – 2 x 2 Freikarten zu gewinnen

Der Cerro Torre kommt in die Kinos – David Lama und sein Seilpartner Peter Ortner auf dem Weg zur ersten freien Begehung der „Kompressorroute“. David Lama war 19, als er sich 2009 in den Kopf setzte, die von Cesare Maestri mit brachialen 360 Bohrhaken eingerichtete Route an der Südostkante des Cerro Torre in Patagonien als erster Kletterer frei zu begehen.
2012 kann sich das Ausnahmetalent seinen Traum verwirklichen und die Kompressorroute zusammen mit Peter Ortner frei klettern. Die Dokumentation begleitet den sportlichen und persönlichen Prozess von David Lama und ist gleichzeitig ein spannender Film über Kontroversen im Alpinismus und einen mythenumwobenen Berg.
Der Film läuft ab 13. März in Deutschland und ab 21. März in Österreich in vielen Kinos. http://www.cerrotorre-movie.com/de

Dank unseres Partner Klettershops verlosen wir 2 x 2 Freikarten für den Film.

Alles was Ihr tun müsst: Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Artikel – nicht wundern, dieser erscheint erst nach redaktioneller Prüfung –und beantwortet uns bitte folgende Frage: “Wie alt war David Lama, als er sich in den Kopf setzte, die Route an der Südostkante des Cerro Torre in Patagonien als erster Kletterer frei zu begehen?”  Die Verlosung endet am Mittwoch, den 12.03.2014, um Mitternacht. Am darauffolgenden tag werden wir unter allen richtigen Antworten die Gewinner auslosen und über die jeweils angegebene E-Mail-Adresse bzw. hier unter dem Beitrag benachrichtigen. Das gesamte Team von mySUMMIT wünscht allen Teilnehmern viel Glück.
Teilnahmebedingungen: Aktionszeitraum ist vom 07.03. – 12.03.2014. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren, der einen Kommentar mit der richtigen Antwort zu der von uns gestellten Frage unter diesem Artikel hinterlässt. Die Gewinner werden direkt über die angegebene E-Mail Adresse benachrichtigt. Die persönlichen Daten werden lediglich zur Kontaktaufnahme genutzt und anschließend wieder gelöscht. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zwei hoch Drei: sanfte Wintertage zum Ausprobieren

Köln, 28. Oktober 2013 – Sanft und sensibel ist die Bergwelt außerhalb der Pisten; weit, weich und weiß liegt die unberührte Landschaft im Schnee. Und das macht süchtig. Wer es nicht glaubt, ist eingeladen, sich ein eigenes Bild von der Winterwunderwelt zu machen. Kostenlos, aber nicht umsonst: Bewerben Sie sich als 2³-Team bei Best of Winter!

Best of Winter bringt seit einem Jahr Regionen und Markenausrüster wie Vaude, Black Diamond sowie Koch alpin zusammen, die gemeinsam den sanften Wintertourismus voranbringen wollen. Nun lädt die Kooperation drei interessierte Paare ein zur Schneeschuhtour, zum Langlauf oder Rodelspaß entweder in die Ammergauer Alpen, die Lienzer Dolomiten oder nach Winterberg ins Hochsauerland. Die Winterwunderwochenenden finden im Januar und Februar 2014 statt, Bewerbungsschluss ist der 20. Dezember 2013. Übernachtung, Ausrüstung, Programm sowie Verpflegung sind im Angebot enthalten, lediglich die An- und Abreise müssen selbst organisiert und finanziert werden.

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Fotonachweis: Martin Lugger/Best of Wandern

Was wird wo geboten?

Winterwandern, Rodeln und Schnupperbiathlon stehen gleich zu Beginn des neuen Jahres in Winterberg auf dem Programm. Die Wanderregion im Hochsauerland besitzt nicht nur sieben ausgewählte Premium-Winterwanderwege und ebenso viele ausgewiesene Rodelhänge. In Schnupperkursen und Workshops des Programms „MyBiathlon“ kann sich jeder einmal so fühlen wie Magdalena Neuner oder Michael Greis. Wenn Sie als 2³-Teilnehmer lieber den Fünf-Meter-Mann aus Schnee oder das Nachtrodeln im Winterlichterfest ausprobieren wollen, sind Sie auch richtig, denn es sind Wintererlebnistage in Winterberg, wenn Sie vor Ort sind. Termin: 10.-12. Januar.

Langlauf oder genauer der österreichische Dolomitenlauf startet Mitte Januar in den Lienzer Dolomiten. Es ist die größte Langlaufveranstaltung Österreichs mit einer langen Tradition, in 2014 zum 40-sten Mal! Aber auch wenn Sie Genusssportler sind oder die Sportart für Sie ganz neu ist: Es gibt für alle Alters- und Leistungsklassen den passenden Wettbewerb und ausreichend Naturraum, damit Sie auch ungestört und ungezwungen Ihre ersten Langlaufversuche starten können. Termin: 16.-18. Januar (Donnerstag bis Samstag!)

Achtung, jetzt wird es richtig winterlich still, so still, dass Sie jedes Knirschen des Schnees unter Ihren Sohlen deutlich vernehmen werden: Eine Schneeschuhwanderung bietet Ihnen den Zauber einer verschneiten Winterlandschaft abseits vom Rummel und geräumten Wanderwegen. Die Ammergauer Alpen haben dafür nicht nur die passende Kulisse parat, sondern auch einen Schneeschuhtag, am 15. Februar, an dem Sie kurz einsteigen, sich einweisen lassen, oder gleich eine geführte Tagestour mitwandern können. Termin: 14.-16. Februar.

Was müssen Sie tun?

Im ersten Schritt überzeugen: Warum sollten wir ausgerechnet Sie und Ihren Partner als 2³-Team auswählen? Schicken Sie uns ein paar Informationen über Ihre Wintersporterfahrung, Ihre Erwartungen und ein, zwei Fotos mit. Im zweiten Schritt lassen Sie uns und andere Winterwanderer an Ihren Erfahrungen teilhaben: Was hat Ihnen besonders gut gefallen? Wie wichtig ist welche Ausrüstung? Was hat Sie überrascht? Oder auch: Wie still ist der Winter wirklich? Wir freuen uns auf Sie!

Bewerbungen gerne per Mail an: Best of Winter, Verena Weiße, Telefon: 0221 /282 44 06, Fax: 0221 /282 96 42

Mobil: 0175 /413 64 78;  info@best-of-winter.com
Weitere Infos unter http://www.best-of-winter.com

mySUMMIT: Neue Termine Mammut Lagerverkauf 2013 November online

Für alle Mammutbegeisterten haben wir wieder die Schnäppchen-Nachricht des Jahres.

Mammut_wmEs ist wieder soweit, die neuen Termine zum MAMMUT Werksverkauf  im November 2013 sind da! Der Mammut Lagerverkauf 2013 findet dieses Jahr im November in Seon (Schweiz) und im Dezember in Wolfertschwenden(Deutschland) statt. 

Am Mammut Firmensitz (Birren5, 5703 Seon) in der Schweiz findet der Rampenverkauf  vom 28.11. bis 30.11.2013 statt.

In Wolfertschwenden (Nähe Memmingen) findet der Mammut Werksverkauf an folgenden Tagen statt:

Donnerstag, 05.12.2013 -> 10:00 Uhr – 19:00 Uhr
Freitag, 06.12.2013 -> 10:00 Uhr – 19:00 Uhr
Samstag, 07.12.2013 -> 10:00 Uhr – 17:00 Uhr

Auch in diesem Winter gibt es wieder umfangreiche Angebote von Mammut an Outdoorprodukten wie Bekleidung, Rucksäcke, Schlafsäcke und Schuhe zu attraktiven Preisen erwarten.

mySUMMIT: Tourenbuch für Kinder

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Tourenbuch für Kinder

Über steinigen Untergrund immer steiler hinauf. Immer wieder bieten sich uns atemberaubende Ausblicke. Nach drei Stunden Aufstieg erreichen  wir den  Gipfel des Molden. 1.116m. Der erster Gipfel unseres Babys! Das wird natürlich sofort im Gipfelbuch vermerkt. Wer kann schon seinen ersten „Gipfelerfolg“ mit sechs Monaten aufweisen?

Als Gipfelbuch für unser Kind nutzen wir das Tourenbuch  für Kinder vom „Zwerg am Berg Verlag München“. Ein wirklich tolles Buch, indem jeder erreichte Gipfel bei Wanderungen mit Papa und Mama durch die Kinder selber festgehalten werden. Es  gibt jede Menge Platz zum Festhalten der Gipfelbesteigungen, neben einer kleinen Tourenbeschreibung, können die Kinder das Wetter, Erlebnisse, Bilder und natürlich den Gipfel- oder Hüttenstempel eintragen.

Zusätzlich gibt es in „Meine Berge – Tourenbuch für Kinder“ einige Mal- und Rätselseiten zum Thema Berge und Wandern damit das Kind auch auf der Hütte kreativ tätig ist, während es auf eine Brotzeit wartet. Auf den letzten Seiten enthält das Buch wertvolle Tipps und Informationen für Eltern:

Wie bereite ich mein Kind auf seine erste Wanderung vor? Wie muss eine Tour mit Kindern gestaltet sein? Mit welchen Spielen kann ich mein Kind zum Laufen motivieren? Und was muss in den Rucksack? Zusätzlich hat das Tourenbuch hat ein wirklich tolles  Format und passt in jeden Wanderrucksack.

Zwerg am Berg Verlag
Der erste Gipfel… als Erinnerung Fotos einkleben oder Hütten- und Gipfelstempel sammeln

 

Das Tourenbuch ein MUSS für jede Familie! Bei einem Preis von 8,95 Euro auch ein tolles Geschenk für die kleinen und großen Gipfelstürmer, die mit ihren Eltern gerne in den Bergen oder der Natur unterwegs sind!

mySUMMIT: Flåmsbahn

Laut ertönt das Signal einer alten Eisenbahn gefolgt von dem Klackern auf den Schienen. In den kleinen Bahnhof am Hafen fährt die berühmte Flåmsbahn ein. Es drängelt sich eine Menge Leute an den Ticketschaltern für die Eisenbahn, um noch einen Sitzplatz für eine Fahrt am nächsten Tag zu ergattern. Die Flåmsbahn fährt unermüdlich. Zwei Züge im Wechsel: eine Stunde durch das Flåmtal ins Hochgebirge nach Myrdal und zurück. Extra für diese Bahnfahrt sind wir in diesen Ort gekommen. Da sind wir allerdings nicht die einzigen. Hier wimmelt es von Touristen. Der einzige Campingplatz am Ort ist ausgebucht. Wir haben hier eine kleine Hütte gemietet, die uns die nächsten zwei Nächte beherbergen wird.

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Der Campingplatz liegt idyllisch am Fuße des Aurlandsfjordes zwischen steilen Gebirgszügen. Gigantische Bergformationen türmen sich zu beiden Seiten auf. Man kann gut verstehen, warum die Region hier auch die Grand Canyons Norwegens genannt wird! Es könnte so beschaulich hier sein, wenn es nicht von Touristen nur so wimmeln würde. Klar – wir gehören auch dazu, schließlich wollen wir morgen auch mit der berühmten Bahn fahren und die faszinierende Zugreise zwischen Fjord und Hochgebirge erleben, die überall angepriesen wird.

Frühzeitig sind wir am nächsten Morgen am Bahnsteig, um einen guten Platz in der Bahn zu bekommen. „Erleben Sie atemberaubende, großartige Natur, wie es sie in Norwegen kaum ein zweites Mal gibt: Flüsse, der sich ihren Weg durch tiefe Schluchten bahnen, Wasserfälle, die an steilen Bergwänden  mit schneebedeckten Gipfeln zu Tal stürzen, und Berghöfe, die sich an steilen Hängen festklammern“ versprechen die Werbebroschüren der Touristeninformation. Da wollen wir doch alles sehen können! Das Wetter spielt leider nicht richtig mit: die Wolken hängen tiefen und verwehrt den Blick auf die hohen Berge.

Der Zug füllt sich rasch und es herrscht ein Stimmengewirr auf allen möglich Sprachen. Spanisch, Polnisch, Deutsch, Englisch… nur Norwegisch war nicht zu hören.. Nils schaut mit großen Augen! Es rattert und ruckelt – der Zug setzt sich in Bewegung. Auf mehreren Sprachen ertönt die Durchsage mit Informationen über die Sehenswürdigkeiten während der Fahrt über ein modernes Informationssystem mit LCD-Monitoren und einer computergesteuerten Reiseführung über Lautsprecher. Wer es bis jetzt nicht gemerkt hat, der weiß es spätestens in diesem Augenblick, dass dies hier eine ganz schöne Touristentour ist. Das erste mal in Norwegen reingefallen….

Die Flåmsbahn ist eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt auf einer Normalspur. Der Großteil der Strecke haben einen Neigungsgrad von 55 Promille, was einer Steigung von einem Meter auf 18 Meter Strecke entspricht. Die Bahn wird sich über 800 Höhenmeter auf ihrer 20 km langen Strecke nach Myrdal hochschlängeln. Geplant wurde die Bahn bereits im Jahr 1871, bis ihr Bau im Jahre 1924 beginnen konnte. Insgesamt mussten 20 Tunnels gegraben werden, von 18 nur mit Handwerkzeug ausgeschlagen wurden. Einen laufenden Meter Tunnel auszubohren kostete einen Monat harte Arbeit. Insgesamt mussten 5.692 Meter Tunnel und 20,2 km Eisenbahnstrecke fertiggestellt werden. Die erste Fahrt auf dieser Strecke konnte am 1. August 1940 stattfinden. Das technisch anspruchsvollste dieser Bahntrasse sind allerdings die Wendetunnel, die sich spiralförmig durch das Gebirge ziehen, Hier vollzieht der Zug eine 180 Grad Wendung mitten im Tunnel!

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Wir sind sehr enttäuscht von der Bahnfahrt, auf die wir uns schon die ganze Zeit gefreut haben. Von der spektakulären Landschaft bekommt man aus dem Fenster des rollenden Zuges nicht so viel mit. Der Zug hält ein paar Mal, so dass die Touristen die Möglichkeit haben, auszusteigen und die eine oder andere Aussicht zu fotografieren. Das gibt natürlich wieder ein Geschupse und Gedrängel. Bei der Rückkehr auf seinen vorherigen Platz kann es dann auch noch passieren, dass andere Mitreisende den Sitzplatz inzwischen eingenommen haben, was wiederum zu lautstarker Diskussion führt.

Wieder in Flam angekommen bahnen wir uns den Weg durch das Menschengewühl am Bahnhof. Unglaublich wie viele Menschen hier an einem Fleck versammelt sind. 2012 wurde hier ein neuer Besucherrekord verzeichnet: 635.368 Reisende in einem Jahr! „Campingplatzbesitzer müsste man hier sein!“ lacht Volker und rechnet im Kopf den Tagesumsatz im Sommer aus… typisch Kaufmann…

Am Nachmittag erlebten wir dann doch noch ein Highlight – wir fuhren mit dem Auto durch den längsten Straßentunnel der Welt. Mit 24,5 Kilometern länge eine gruselige Fahrt. Im Tunnel selber gibt es eine Überraschung: Alle sieben Kilometer erreicht man eine große Höhle, die wunderschön beleuchtet sind.

BigKatie

mySUMMIT: Molden Summit – die ultimative Fjordaussicht

Das erste Mal Pasta Bolognese für Nils. Zunächst etwas skeptisch, dann aber immer gieriger schluckt unser Kleiner seinen Brei. Immer weiter geht das kleine Mündchen auf. Im Hintergrund ragen die weiß bedeckten Gipfel des Breheimen Nationalparks auf. Wir sitzen im Schatten eines großen Steines auf dem weichen Moos und machen Mittagspause kurz vor dem Gipfel des Molden.

Heute nutzen wir das schöne Wetter, um die tolle Aussichte auf die Fjordlandschaft vom Moldengipfel zu genießen. Der Rucksack ist schon mit den üblichen Utensilien für unsere Wanderungen mit Baby gepackt: Neben Campingkocher und Wasserschlauch hat er Babybrei, Sonnencreme und Wechselklamotten für den Kleinen dabei. Eine dicke Weste und sicherheitshalber die dicke Wintermütze sind auch mit dabei. Für uns natürlich Pullover und Regenjacken und das Proviant. Wenn dann noch Fotoausrüstung und Stativ hinzukommen, wird der Rucksack ganz schön schwer.

Lusterfjord
Blick auf einen Arm des Sognefjords

Am Wanderparkplatz angekommen, ist die Ausschilderung des Wanderweges zum Gipfel nicht zu übersehen. Rot markiert führt der Weg linkerhand in den Nadelwald hinein. Bei der strahlenden Sonne sind wir dankbar für den schattenspenden Wald. Nils ist gut drauf. An das Wandern in der Manduca hat er sich inzwischen wunderbar gewöhnt. Sobald es losgeht, beginnt er zu trällern und zu quietschen als gäbe es nichts Schöneres. Als wir nach ca 300m auf einen Fahrweg gelangen, ist er bereits eingeschlafen.  Nach einer halben Stunde erreichen wir den ersten Aussichtspunkt: Skjoldnaklanten steht auf dem Schild, das links vom Fahrweg in den Wald weist. Hier gönnen wir uns eine kurze Pause für einen Blick über das breite, waldreiche Tal mit Wiesen und Feldern. Im Hintergrund thronen Schnee bedeckt die Berge des Breheimen Nationalparks mit ihren Gipfeln Krokberg und Hogaleinene. Nach einer guten Stunde  kommen wir schließlich am Gipfel des Molden an. 1.116m. Nils erster Gipfel! Das wird natürlich sofort im Gipfelbuch vermerkt. Wer kann schon seinen ersten „Gipfelerfolg“ mit sechs Monaten aufweisen?

Wir bleiben allerdings nicht am Gipfel sondern gehen noch ein paar Meter weiter. Diesen Tipp hatte uns unser Gastwirt gegeben. Hier kommt man an die Kante des Berges und hat eine atemberaubende Aussicht über die zwei Arme des Lusterfjordes.

Molden Gipfel Norwegen
Was für eine tolle Aussicht Papa…

Wir sind wie verzaubert. Wahnsinn! Son einen Blick hat man nicht oft im Leben. Einfach unbeschreiblich. Hier könnte man den ganzen Tag sitzen und einfach nur auf den Fjord schauen. Geradeaus blicken wir auf den innersten Teil des Lusterfjords mit Nes und Hoyheimsvik im Vordergrund. Ganz klein sehen wir die weiße Kirche, wo gegenüber unsere Unterkunft liegt. Am Horizont sieht man die weißen Gipfel des Sognefjells. Über die Passstraße sind wir gestern noch gefahren. Links zweigt sich ein Arm des Fjordes ab und mündet im Hafen von Gaupne. Das Wasser im Fjord glänzt smaragdgrün in der Sonne. Die Farben hier in Norwegen sind unbeschreiblich! Linkerhand leuchtet der Gletscher Jostedalsbreen weiß in der Sonne.

Man kann sich kaum von diesem fantastischen Panorama trennen, aber schließlich müssen wir doch den Rückweg antreten. Beim Abstieg kommen uns  kommen weitere Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters entgegen. Ein kleines Mädchen, das sicher nicht viel älter ist als Nils strahlt von der Krakse hinunter, die ihr Vater den Berg hinauf trägt. Der Molden Gipfel ist absolut eine Wanderung, die man gut mit Kindern machen kann.

mySUMMIT: Top of Norway Galdhopiggen 2.469 m

Nachdem ich am ersten Tag die Besteigung wegen schlechtem Wetter abbrechen musste, gibt es heute am 10 Juli 2013 den zweiten Versuch.

Das Wetter soll laut norwegischen Wetterdienst heute super werden, 2-3 Grad kalt, kein Wind und Sonnenschein. Nach gut 1,5 Stunden Anfahrt beginnt gegen 07:00 Uhr die Besteigung des höchsten Bergs Norwegens. Meine Outdoor-Ausrüstung und Bekleidung für diese Bergbesteigung habe ich bereits  am Vortag gepackt.

Bis zum Gipfel vom Galdhopiggen sind über 1.300 Höhenmeter zu überwinden. Die erste Stunde geht es über einen sehr steilen schönen Pfad – wie man Ihn auch aus den Alpen vom Hüttenwandern kennt. Vor mir ist heute noch keiner vom Ostfuß des Massivs her aufgestiegen, so bin ich der einzige Bergsteiger und ich freue mich den Weg ganz alleine für mich zu haben. Nach einer guten Stunde mache ich Frühstückspause, da ich seit dem Aufstehen nur ein kleines Knäckebrot ohne Belag gegessen habe. Ich genieße das Panorama, der Gletscherfluss Visa fliest  laut rauschend im Tal und auf der anderen Seite des Tals fliesst eine Gletscherzunge den Berg hinab.

Der Weg ist gut markiert, jedoch beginnt die anstrengende Blockkletterei  über eine Moräne vom Gletscher Svelnosbrean. Immer wieder wechseln sich lange Schneefelder  mit Blockkletterei ab. Endlich ist ein Gipfel zu erkennen, ein Blick auf die Uhr sagt mir, das dies nicht der Galdhopiggen sein kann. Nachdem ich mich bis auf den Gipfel herauf gekämpft habe, schaue ich auf die Karte und stelle fest, das ich den Vorgipfel Svellnose erreicht habe. Immer steiler wird nun das Gelände, welches sich in Blockkletterei auf der Moräne und lang gezogene Schneefelder aufteilt. Heute Nacht ist etwas Neuschnee gefallen, welcher auf dem gefrorenen Schneefelder liegen geblieben ist. Der Weg hat mittlerweile einen Hochalpinen Charakter. Es geht über steile gefrorene Schneefelder und ich ziehe mir die Steigeisen an. Da ich als erstes heute hier oben alleine unterwegs bin, möchte ich kein Risiko eingehen. Ich bin froh das ich mir im The North Face Online Shop noch passende Outdoor Unterwäsche gekauft habe, da die Sonne mittlerweile sehr stark scheint und es richtig warm wird.

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Endlich erreiche ich den Vorgipfel Keilhaus topp auf 2.355 Meter höhe. Der Vorgipfel wurde nach dem Nationalpark Jotunheimen Entdecker und Geologen Balthasar Mathias Keilhau benannt, der die Erstbesteigung des Galdhopiggen an dieser Stelle wegen Schlechtwetter abbrach. Die erste bekannte Besteigung gelangt Steinar Sulheim, S. Flaatten und L. Arnesen im Jahre 1850. Vom Keilhaus topp ist der Gipfel des Galdhopiggen bereits zu sehen. Von hier aus nur noch gute 100 Höhenmeter, die es nochmal in sich haben. Man kämpft sich drei steile Schneefelder hinauf. Oben angekommen schreie ich – wie immer wenn ich einen Gipfel erreiche – „mySUMMIT“ laut heraus.

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Ich bin wirklich froh den Gipfel erreicht zu haben, nicht nur den höchsten Berg Norwegens, nein es ist sogar der höchste Berg Skandinaviens. Ein beeindruckendes Panorama bietet sich mir, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Man sieht die beeindruckende Berg- und Gletscherwelt, bishin zu den Fjorden an der Westküste. Es ist wirklich atemberaumend schön. Ich ruhe mich etwas aus, esse und trinke meine mitgebrachte Jause und mache dann das obligarorische Gipfelfoto. Ich stehe ganz alleine hier oben, geniesse die Stille und das Panorama.

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Der Abstieg gelingt mir schnell, da man die mittlerweile aufgetauten Schneefelder  runter rutschen kann und nach 1,5 Stunden erreiche ich den Wiesenpfad. Jetzt bin ich schon 8,5 Stunden unterwegs, davon gute sieben Stunden am Berg und die Konzentration lässt nach. Endlich um  14:30 Uhr erreiche ich wieder das Berghotel Spiterstulen, wo ich unser Auto geparkt habt. Nun muss ich nur noch die 1,5 Stunden Autofahrt bis zu unserer Blockhütte im Nationalpark Jotunheimen zurücklegen. Nach 11,5 Stunden nehme ich meine Familie wieder glücklich in den Arm.

mySUMMIT: TEUFELSWAND

IMG_3407Das Unglück bei der sog. Unterkircher Expedition am Nanga Parbat sorgte für viele Schlagzeilen in den Medien. Wir haben euch schon das Buch von Silke Unterkirchner „Die letzte Umarmung des Berges – das kurze, abenteuerliche Leben des Karl Unterkircher“ vorgestellt, welches uns sehr beeindruckt und nachdenklich gemacht hat. Nun haben die beiden Teilnehmer der Expedition Walter Nones und Simon Kehrer die Tragödie am Nanga Parbat aus Ihrer Sicht beschrieben. Ein Buch was unter die Haut geht.

„14. Juli 2008, kurz vor Mitternacht – Karl Unterkircher, Walter Nones und Simon Kehrer steigen in die Rakhiotwand des 8125 Meter hohen Nanga Parbat ein. Ihr Ziel: die erste Direktbesteigung des wegen Eisschlag und gewaltigen Lawinen gefürchteten Nordwand. Sechzehn Stunden später kommt es zur tödlichen Katastrophe: Karl Unterkircher stürzt in eine 15 Meter tiefe, von Neuschnee verdeckte Gletscherspalte. An seinem Rucksack befestigt das einzige Seil der Mannschaft…“ Quelle: Piper Verlag

Das Buch ist in der MALIK National Geographic Reihe erschienen und beschreibt auf 234 Seiten die tödliche Katastrophe am 8125 Meter hohen Nanga Parbat.

Broschiert: 234 Seiten
Verlag: Pieper Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783492404297
Preis D: 12,99 Euro