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mySUMMIT: Flåmsbahn

Laut ertönt das Signal einer alten Eisenbahn gefolgt von dem Klackern auf den Schienen. In den kleinen Bahnhof am Hafen fährt die berühmte Flåmsbahn ein. Es drängelt sich eine Menge Leute an den Ticketschaltern für die Eisenbahn, um noch einen Sitzplatz für eine Fahrt am nächsten Tag zu ergattern. Die Flåmsbahn fährt unermüdlich. Zwei Züge im Wechsel: eine Stunde durch das Flåmtal ins Hochgebirge nach Myrdal und zurück. Extra für diese Bahnfahrt sind wir in diesen Ort gekommen. Da sind wir allerdings nicht die einzigen. Hier wimmelt es von Touristen. Der einzige Campingplatz am Ort ist ausgebucht. Wir haben hier eine kleine Hütte gemietet, die uns die nächsten zwei Nächte beherbergen wird.

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Der Campingplatz liegt idyllisch am Fuße des Aurlandsfjordes zwischen steilen Gebirgszügen. Gigantische Bergformationen türmen sich zu beiden Seiten auf. Man kann gut verstehen, warum die Region hier auch die Grand Canyons Norwegens genannt wird! Es könnte so beschaulich hier sein, wenn es nicht von Touristen nur so wimmeln würde. Klar – wir gehören auch dazu, schließlich wollen wir morgen auch mit der berühmten Bahn fahren und die faszinierende Zugreise zwischen Fjord und Hochgebirge erleben, die überall angepriesen wird.

Frühzeitig sind wir am nächsten Morgen am Bahnsteig, um einen guten Platz in der Bahn zu bekommen. „Erleben Sie atemberaubende, großartige Natur, wie es sie in Norwegen kaum ein zweites Mal gibt: Flüsse, der sich ihren Weg durch tiefe Schluchten bahnen, Wasserfälle, die an steilen Bergwänden  mit schneebedeckten Gipfeln zu Tal stürzen, und Berghöfe, die sich an steilen Hängen festklammern“ versprechen die Werbebroschüren der Touristeninformation. Da wollen wir doch alles sehen können! Das Wetter spielt leider nicht richtig mit: die Wolken hängen tiefen und verwehrt den Blick auf die hohen Berge.

Der Zug füllt sich rasch und es herrscht ein Stimmengewirr auf allen möglich Sprachen. Spanisch, Polnisch, Deutsch, Englisch… nur Norwegisch war nicht zu hören.. Nils schaut mit großen Augen! Es rattert und ruckelt – der Zug setzt sich in Bewegung. Auf mehreren Sprachen ertönt die Durchsage mit Informationen über die Sehenswürdigkeiten während der Fahrt über ein modernes Informationssystem mit LCD-Monitoren und einer computergesteuerten Reiseführung über Lautsprecher. Wer es bis jetzt nicht gemerkt hat, der weiß es spätestens in diesem Augenblick, dass dies hier eine ganz schöne Touristentour ist. Das erste mal in Norwegen reingefallen….

Die Flåmsbahn ist eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt auf einer Normalspur. Der Großteil der Strecke haben einen Neigungsgrad von 55 Promille, was einer Steigung von einem Meter auf 18 Meter Strecke entspricht. Die Bahn wird sich über 800 Höhenmeter auf ihrer 20 km langen Strecke nach Myrdal hochschlängeln. Geplant wurde die Bahn bereits im Jahr 1871, bis ihr Bau im Jahre 1924 beginnen konnte. Insgesamt mussten 20 Tunnels gegraben werden, von 18 nur mit Handwerkzeug ausgeschlagen wurden. Einen laufenden Meter Tunnel auszubohren kostete einen Monat harte Arbeit. Insgesamt mussten 5.692 Meter Tunnel und 20,2 km Eisenbahnstrecke fertiggestellt werden. Die erste Fahrt auf dieser Strecke konnte am 1. August 1940 stattfinden. Das technisch anspruchsvollste dieser Bahntrasse sind allerdings die Wendetunnel, die sich spiralförmig durch das Gebirge ziehen, Hier vollzieht der Zug eine 180 Grad Wendung mitten im Tunnel!

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Wir sind sehr enttäuscht von der Bahnfahrt, auf die wir uns schon die ganze Zeit gefreut haben. Von der spektakulären Landschaft bekommt man aus dem Fenster des rollenden Zuges nicht so viel mit. Der Zug hält ein paar Mal, so dass die Touristen die Möglichkeit haben, auszusteigen und die eine oder andere Aussicht zu fotografieren. Das gibt natürlich wieder ein Geschupse und Gedrängel. Bei der Rückkehr auf seinen vorherigen Platz kann es dann auch noch passieren, dass andere Mitreisende den Sitzplatz inzwischen eingenommen haben, was wiederum zu lautstarker Diskussion führt.

Wieder in Flam angekommen bahnen wir uns den Weg durch das Menschengewühl am Bahnhof. Unglaublich wie viele Menschen hier an einem Fleck versammelt sind. 2012 wurde hier ein neuer Besucherrekord verzeichnet: 635.368 Reisende in einem Jahr! „Campingplatzbesitzer müsste man hier sein!“ lacht Volker und rechnet im Kopf den Tagesumsatz im Sommer aus… typisch Kaufmann…

Am Nachmittag erlebten wir dann doch noch ein Highlight – wir fuhren mit dem Auto durch den längsten Straßentunnel der Welt. Mit 24,5 Kilometern länge eine gruselige Fahrt. Im Tunnel selber gibt es eine Überraschung: Alle sieben Kilometer erreicht man eine große Höhle, die wunderschön beleuchtet sind.

BigKatie

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mySUMMIT: Was kosten Lebensmittel in Norwegen 2013

Eine häufige Fragen von unseren mySUMMIT Leser ist, was Lebensmittel in Norwegen kosten. Die Lebensmittelpreis in Norwegen schwanken natürlich regional aber gegenüber Deutschland muss bis zum dreifach bezahlt werden. Natürlich gibt es auch Lebensmittelgeschäfte in Norwegen, die vergleichbar sind mit den Discountern in Deutschland – trotzdem sind die Preise immer noch deutlich höher als in Deutschland oder Schweden. Als Familie beim Reisen mit Baby während der Elternzeit kommt man nicht daran vorbei, so viel wie möglich an Lebensmittel mit nach Norwegen einzuführen. Natürlich muss man die Zollbestimmungen einhalten! Zum Beispiel dürfen nur geringe Mengen Alkohol eingeführt werden oder es dürfen keine Kartoffeln eingeführt werden! Da wir ja schon fünf Wochen in Schweden waren, haben wir in Schweden viele Lebensmittel eingekauft für unsere Norwegenreise.

In den nächsten Wochen werden wir hier unsere Einkaufsliste und die Lebensmittelpreise in Norwegen 2013 veröffentlichen und regelmäßig aktualisieren:

Lebenshaltungskosten in Norwegen – Stand: Juli 2013
angesetzter Umrechnungskurs 1 Euro =  7,60 NOK
1 L Diesel  13,78 NOK  1,81 €
0,5L Coca Cola  18,40 NOK  2,42 €
Brötchen 90g  8,20 NOK  1,08 €
1 L Milch  16,70 NOK  2,20 €
300g Hühnchenfilet  45,50 NOK  5,99 €
1,5 L Mineralwasser „Fa. Olden“  19,90 NOK  2,62 €
1 L Orangensaft  22,50 NOK  2,96 €
0,5 L Dose Bier  23,90 NOK  3,14 €
1,5 L Mineralwasser „First Price“  8,90 NOK  1,17 €
Eis – Daim  30,00 NOK  3,95 €
400 Gramm Lachsfilet  60,37 NOK  7,94 €
700 Gramm Kartoffeln  18,18 NOK  2,39 €
600 Gramm Brot  24,90 NOK  3,28 €
250 Gramm Butter  23,90 NOK  3,14 €
500 Gramm Früchteyoghurt  15,50 NOK  2,04 €
300 Gramm Hackfleisch (Rind)  35,90 NOK  4,72 €
Ansichtskarte  7,00 NOK  0,92 €
X-TRA Cookies  9,50 NOK  1,25 €
400 Gramm Barilla Basilico Soße  21,90 NOK  2,88 €
500 Gramm Barilla Farfalle  19,90 NOK  2,62 €
300 Gramm Oliven grün  29,90 NOK  3,93 €
340 Gramm Dose Mais  10,90 NOK  1,43 €
250 Gramm Dose Erbsen  19,90 NOK  2,62 €
500 Gramm Eisberg Salat  17,90 NOK  2,36 €
500 Gramm Paprika Mix  24,90 NOK  3,28 €
1 KG Blumenkohl  19,90 NOK  2,62 €
600 Gramm Möhren  19,90 NOK  2,62 €
1 KG Tomaten  39,90 NOK  5,25 €
1 KG Äpfel Granny Smith  21,90 NOK  2,88 €
400 Gramm Glas Erdbeermarmelade  45,90 NOK  6,04 €
180 Gramm Brie  24,90 NOK  3,28 €
1 KG Entrecote  229,00 NOK  30,13 €
6 Eier  21,90 NOK  2,88 €
100 Gramm Tafel Schokolade  22,90 NOK  3,01 €

mySUMMIT: Molden Summit – die ultimative Fjordaussicht

Das erste Mal Pasta Bolognese für Nils. Zunächst etwas skeptisch, dann aber immer gieriger schluckt unser Kleiner seinen Brei. Immer weiter geht das kleine Mündchen auf. Im Hintergrund ragen die weiß bedeckten Gipfel des Breheimen Nationalparks auf. Wir sitzen im Schatten eines großen Steines auf dem weichen Moos und machen Mittagspause kurz vor dem Gipfel des Molden.

Heute nutzen wir das schöne Wetter, um die tolle Aussichte auf die Fjordlandschaft vom Moldengipfel zu genießen. Der Rucksack ist schon mit den üblichen Utensilien für unsere Wanderungen mit Baby gepackt: Neben Campingkocher und Wasserschlauch hat er Babybrei, Sonnencreme und Wechselklamotten für den Kleinen dabei. Eine dicke Weste und sicherheitshalber die dicke Wintermütze sind auch mit dabei. Für uns natürlich Pullover und Regenjacken und das Proviant. Wenn dann noch Fotoausrüstung und Stativ hinzukommen, wird der Rucksack ganz schön schwer.

Lusterfjord
Blick auf einen Arm des Sognefjords

Am Wanderparkplatz angekommen, ist die Ausschilderung des Wanderweges zum Gipfel nicht zu übersehen. Rot markiert führt der Weg linkerhand in den Nadelwald hinein. Bei der strahlenden Sonne sind wir dankbar für den schattenspenden Wald. Nils ist gut drauf. An das Wandern in der Manduca hat er sich inzwischen wunderbar gewöhnt. Sobald es losgeht, beginnt er zu trällern und zu quietschen als gäbe es nichts Schöneres. Als wir nach ca 300m auf einen Fahrweg gelangen, ist er bereits eingeschlafen.  Nach einer halben Stunde erreichen wir den ersten Aussichtspunkt: Skjoldnaklanten steht auf dem Schild, das links vom Fahrweg in den Wald weist. Hier gönnen wir uns eine kurze Pause für einen Blick über das breite, waldreiche Tal mit Wiesen und Feldern. Im Hintergrund thronen Schnee bedeckt die Berge des Breheimen Nationalparks mit ihren Gipfeln Krokberg und Hogaleinene. Nach einer guten Stunde  kommen wir schließlich am Gipfel des Molden an. 1.116m. Nils erster Gipfel! Das wird natürlich sofort im Gipfelbuch vermerkt. Wer kann schon seinen ersten „Gipfelerfolg“ mit sechs Monaten aufweisen?

Wir bleiben allerdings nicht am Gipfel sondern gehen noch ein paar Meter weiter. Diesen Tipp hatte uns unser Gastwirt gegeben. Hier kommt man an die Kante des Berges und hat eine atemberaubende Aussicht über die zwei Arme des Lusterfjordes.

Molden Gipfel Norwegen
Was für eine tolle Aussicht Papa…

Wir sind wie verzaubert. Wahnsinn! Son einen Blick hat man nicht oft im Leben. Einfach unbeschreiblich. Hier könnte man den ganzen Tag sitzen und einfach nur auf den Fjord schauen. Geradeaus blicken wir auf den innersten Teil des Lusterfjords mit Nes und Hoyheimsvik im Vordergrund. Ganz klein sehen wir die weiße Kirche, wo gegenüber unsere Unterkunft liegt. Am Horizont sieht man die weißen Gipfel des Sognefjells. Über die Passstraße sind wir gestern noch gefahren. Links zweigt sich ein Arm des Fjordes ab und mündet im Hafen von Gaupne. Das Wasser im Fjord glänzt smaragdgrün in der Sonne. Die Farben hier in Norwegen sind unbeschreiblich! Linkerhand leuchtet der Gletscher Jostedalsbreen weiß in der Sonne.

Man kann sich kaum von diesem fantastischen Panorama trennen, aber schließlich müssen wir doch den Rückweg antreten. Beim Abstieg kommen uns  kommen weitere Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters entgegen. Ein kleines Mädchen, das sicher nicht viel älter ist als Nils strahlt von der Krakse hinunter, die ihr Vater den Berg hinauf trägt. Der Molden Gipfel ist absolut eine Wanderung, die man gut mit Kindern machen kann.

mySUMMIT: Top of Norway Galdhopiggen 2.469 m

Nachdem ich am ersten Tag die Besteigung wegen schlechtem Wetter abbrechen musste, gibt es heute am 10 Juli 2013 den zweiten Versuch.

Das Wetter soll laut norwegischen Wetterdienst heute super werden, 2-3 Grad kalt, kein Wind und Sonnenschein. Nach gut 1,5 Stunden Anfahrt beginnt gegen 07:00 Uhr die Besteigung des höchsten Bergs Norwegens. Meine Outdoor-Ausrüstung und Bekleidung für diese Bergbesteigung habe ich bereits  am Vortag gepackt.

Bis zum Gipfel vom Galdhopiggen sind über 1.300 Höhenmeter zu überwinden. Die erste Stunde geht es über einen sehr steilen schönen Pfad – wie man Ihn auch aus den Alpen vom Hüttenwandern kennt. Vor mir ist heute noch keiner vom Ostfuß des Massivs her aufgestiegen, so bin ich der einzige Bergsteiger und ich freue mich den Weg ganz alleine für mich zu haben. Nach einer guten Stunde mache ich Frühstückspause, da ich seit dem Aufstehen nur ein kleines Knäckebrot ohne Belag gegessen habe. Ich genieße das Panorama, der Gletscherfluss Visa fliest  laut rauschend im Tal und auf der anderen Seite des Tals fliesst eine Gletscherzunge den Berg hinab.

Der Weg ist gut markiert, jedoch beginnt die anstrengende Blockkletterei  über eine Moräne vom Gletscher Svelnosbrean. Immer wieder wechseln sich lange Schneefelder  mit Blockkletterei ab. Endlich ist ein Gipfel zu erkennen, ein Blick auf die Uhr sagt mir, das dies nicht der Galdhopiggen sein kann. Nachdem ich mich bis auf den Gipfel herauf gekämpft habe, schaue ich auf die Karte und stelle fest, das ich den Vorgipfel Svellnose erreicht habe. Immer steiler wird nun das Gelände, welches sich in Blockkletterei auf der Moräne und lang gezogene Schneefelder aufteilt. Heute Nacht ist etwas Neuschnee gefallen, welcher auf dem gefrorenen Schneefelder liegen geblieben ist. Der Weg hat mittlerweile einen Hochalpinen Charakter. Es geht über steile gefrorene Schneefelder und ich ziehe mir die Steigeisen an. Da ich als erstes heute hier oben alleine unterwegs bin, möchte ich kein Risiko eingehen. Ich bin froh das ich mir im The North Face Online Shop noch passende Outdoor Unterwäsche gekauft habe, da die Sonne mittlerweile sehr stark scheint und es richtig warm wird.

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Endlich erreiche ich den Vorgipfel Keilhaus topp auf 2.355 Meter höhe. Der Vorgipfel wurde nach dem Nationalpark Jotunheimen Entdecker und Geologen Balthasar Mathias Keilhau benannt, der die Erstbesteigung des Galdhopiggen an dieser Stelle wegen Schlechtwetter abbrach. Die erste bekannte Besteigung gelangt Steinar Sulheim, S. Flaatten und L. Arnesen im Jahre 1850. Vom Keilhaus topp ist der Gipfel des Galdhopiggen bereits zu sehen. Von hier aus nur noch gute 100 Höhenmeter, die es nochmal in sich haben. Man kämpft sich drei steile Schneefelder hinauf. Oben angekommen schreie ich – wie immer wenn ich einen Gipfel erreiche – „mySUMMIT“ laut heraus.

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Ich bin wirklich froh den Gipfel erreicht zu haben, nicht nur den höchsten Berg Norwegens, nein es ist sogar der höchste Berg Skandinaviens. Ein beeindruckendes Panorama bietet sich mir, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Man sieht die beeindruckende Berg- und Gletscherwelt, bishin zu den Fjorden an der Westküste. Es ist wirklich atemberaumend schön. Ich ruhe mich etwas aus, esse und trinke meine mitgebrachte Jause und mache dann das obligarorische Gipfelfoto. Ich stehe ganz alleine hier oben, geniesse die Stille und das Panorama.

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Der Abstieg gelingt mir schnell, da man die mittlerweile aufgetauten Schneefelder  runter rutschen kann und nach 1,5 Stunden erreiche ich den Wiesenpfad. Jetzt bin ich schon 8,5 Stunden unterwegs, davon gute sieben Stunden am Berg und die Konzentration lässt nach. Endlich um  14:30 Uhr erreiche ich wieder das Berghotel Spiterstulen, wo ich unser Auto geparkt habt. Nun muss ich nur noch die 1,5 Stunden Autofahrt bis zu unserer Blockhütte im Nationalpark Jotunheimen zurücklegen. Nach 11,5 Stunden nehme ich meine Familie wieder glücklich in den Arm.

mySUMMIT: Babynahrung auf Reisen zubereiten

Wir haben uns entschieden, dass unser Kind nur im Notfall gekaufte Babynahrung aus Gläsern bekommt, wir wollen unserem Kind eine gesunde Ernährung ermöglichen, wo wir auch wirklich wissen das nur frische Lebensmittel im Babybrei enthalten sind. Natürlich ist es etwas aufwändiger, Babynahrung selber herzustellen. Zu Hause auf dem heimischen Herd ist das wirklich kein Problem. Doch wie machen wir das auf unserer 2,5 monatigen Reise durch Skandinavien?

Gesunde Babynahrung auf Reisen zubereiten

Meine Frau entdeckte ein wirklich grandioses Gerät zur Nahrungszubereitung von Philips AVENT. Der sogenannte Philips SCF870 Dampfgarer/Mixer überzeugte uns von der erste Minute. Lebensmittel kann man überall frisch kaufen – einfach nur kleinschneiden und den Rest erledigt das Gerät. Das einzige was man wirklich braucht ist Strom, aber eine Steckdose haben wir in den letzten sechs Wochen auf unserer Reise immer gefunden – auch wenn es ab und zu abenteuerliche Orte waren, an denen wir gekocht haben für unser Baby.

Babynahrung
Frische Lebensmittel für den Babybrei

Kinderernährung mit dem Philips Dampfgarer

Die Zubereitung der gesunden Babynahrung ist wirklich einfach: Zuerst schneidet man die Lebensmittel für den Brei z.B. Obst, Gemüse, Fisch oder Fleisch in grobe Stücke und gibt diese in den Behälter. In den Wassertank kann man über die eingebaute Tülle Wasser einfüllen (Die Menge des Wassers entscheidet über die Gardauer, mit dem mitgelieferten Messbecher wird immer die richtige Gardauer gewählt) und schon beginnt das Dampfgaren.

Für uns ist klar: Dampfgaren erhält am optimalsten die Vitamine in den Lebensmitteln und schmeckt wirklich gut. Wir haben schon alles mit dem Dampfgarer gemacht: neben Obst und Gemüse auch Rindfleisch, Hühnchen, Lachs usw.

Nach dem Dampfgaren gibt es ein akustisches und optisches Signal am Gerät und der Behälter kann abgenommen werden. Um die Lebensmittel nun zu pürieren, muss nur der Aufsatzbehälter umgedreht werden und schon kann mit dem Mixer das Kochgut püriert werden. Mit dem Philips Dampfgarer/Mixer haben wir auch Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte (wie z.B. Linsen) püriert.

Kocher
Das kleingeschnittene Gemüse im Dampfgarer

Reinigung des Dampfgarers/Mixers

Die Reinigung des Gerätes ist wirklich einfach und unkompliziert. Alle Teile, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen sind spülmaschinengeeignet. Da diese auf der Reise nicht zur Verfügung steht, spülen wir die Teile einfach mit der Hand. Wasser gibt es hier in Schweden ja genug J

Packmaß des Dampfgarers/Mixers

Wer jetzt denkt, eine solche Küchenmaschine nimmt viel Platz weg und ist unmöglich auf Reisen mitzunehmen, dem müssen wir sagen, dass er unrecht hat. Natürlich kann der Philips Dampfgarer für Babynahrung nicht auf einer Rucksackreise mitgenommen werden, dafür ist er zu schwer und zu groß. Aber für eine Reise mit Wohnmobil oder Auto ist das Packmaß perfekt – der Dampfgarers/Mixers ist – wenn er aufgebaut ist – nicht größer als eine kleine Kaffeemaschine und wenn man den Aufsatzbehälter vom Wassertank trennt nicht größer als die Kaffeekanne. Für eine Wohnmobil-, Bulli- oder Autoreise ins Ferienhaus ist der Dampfgarer bequem mitzunehmen.

Dampfgaren
Der Kocher mit Wasserbehälter, Aufsatz und Messbecher

mySUMMIT Fazit (nach 60 Tagen unserer Skandinavienreise)

Pro Kochvorgang bei maximaler Befüllung, der zwischen fünf Minuten (Obst) und max. zwanzig Minuten (Fleisch) erhält man eineinhalb Portionen gesunde Babynahrung. Wenn wir auf Wanderung gehen oder Ausflüge machen, kochen wir den Babybrei vor und füllen diesen in eine kleine Tuperware ab. Im Tagesrucksack haben wir einen kleinen Gaskocher und einen Topf um unterwegs den frischen Babybrei im Wasserbad aufzuwärmen. Unserm Baby schmeckt er vorzüglich und es gibt doch nichts schöneres, als mitten in der Natur sein Mittagsessen zu bekommen.

Kochen
Den Babybrei unterwegs im Wasserbad aufwärmen

mySUMMIT: Mit der Draisine durch das Dalsland

Hier in Dalsland bietet sich eine ganz tolle Möglichkeit, die Schönheit der Natur aus einer besonderen Perspektive zu erleben: das Fahren mit der Draisine. Als wir von diesem ungewöhnlichen Fortbewegungsmittel erfuhren, waren wir sofort begeistert! Das können wir auch mit unserem Baby machen! Eine Draisine ist ein Art umgebautes Fahrrad, das auf alten Zugschienen fährt. 1840 erfand der Deutsche Karl F. Drais von Suerbronn die Draisine. Die Streckenwärter nutzten sie für die tägliche Kontrolle der Eisenbahnstrecken. Hier im Dalsland gibt es eine der längsten Draisinenstrecken in Schweden. 52 km kann man von Bengtsfors nach Årjäng in Värmland auf einer stillgelegten Bahnstrecke fahren.

Wir mieten uns eine Draisine und lassen uns noch kurz in das Gefährt einweisen: Links sitzt der Fahrer auf einer Art Fahrrad, dessen Räder auf den Schienen fahren. Daneben ist eine Sitzbank montiert, wo die zweite Person Platz hat. Das rechte Rad dient mehr als stützender Gegenpol und fährt auf dem rechten Gleis mit. Nils ist in der Manduca sicher auf Berits Arm, während Volker den Sattel auf seine Höhe einstellt. Volker tritt in die Pedale und mit lautem Rattern und Klappern geht die Fahrt los! Die Draisine rattert über die Eisenbahnschienen die schon vor über hundert Jahren verlegt wurden. Zwischen den dicken Holzbohlen auf denen die Eisenbahnschienen aufgebracht sind, wächst das Gras unaufhaltsam – hier ist schon lange keine Eisenbahn mehr gefahren.

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Die alte Bahnstrecke

Ein Schnaufen von Volker ist schon kurz nach der Abfahrt zu hören. Bereits auf den ersten zwei Kilometer muss ganz schön in die Pedale getreten werden, denn es geht recht steil von 113 auf 141 Höhenmeter bergauf. Wir radeln die meiste Zeit durch den Wald, vorbei an Felsformationen und wunderschönen Blumenwiesen. Immer wieder wird der Blick frei auf den weit unter uns liegenden See. Nach einer Stunde müssen wir für Nils eine Pause einlegen, es ist Zeit für sein Mittagessen. An einer breiteren Stelle am Rand der Schienen heben wir die Draisine aus den Gleisen und packen den Campingkocher aus. Der Brei für Nils kann gar nicht schnell genug warm werden, was aber nicht nur an Nils Hunger liegt, sondern vielmehr an den Mücken, die anfangen, Jagd auf uns zu machen. Nils und Berit verschanzen sich schließlich unter einem Mückennetz um möglichst ungestört essen zu können. Wir halten uns also nicht länger als nötig auf und wir radeln weiter.

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Mittagessen im Kampf mit den Killermücken

Während wir so dahinradeln machen wir uns Gedanken über die Bedeutung der Eisenbahn. Ohne Eisenbahn hätte sich die Industrie niemals so weit entwickelt! Dank Eisenbahn sind Wohlstand und Existenz gewachsen!

Nach ca. zwei Stunden strampeln auf der Draisine haben nach 16 Kilometer unser Ziel erreicht: den Badeplatz in Kråkviken. Hier gibt es eine schöne Rasenfläche am See wo wir unsere Decke ausbreiten damit Nils sich ein bisschen bewegen kann. Ein langer Steg führt ins Wasser und Volker freut sich auf die Erfrischung bei einem Bad im See. Wir genießen die warmen Sonnenstrahlen, die uns nach dem erfrischenden Bad wieder trocknet.

Natürlich müssen wir auch wieder zurück und auf dem Rückweg übernimmt Berit das radeln. Die Strecke beginnt direkt leicht bergauf und das schnaufen lässt nicht lange auf sich warten. Volker freute sich über seine Beifahrerrolle die doch weniger anstrengend ist als zu strampeln.

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Draisine fahren in Schweden

Ihr könnte euch nicht vorstellen, wie man mit einer Draisine über alte Eisenbahnschienen fährt? Dann schaut euch das mySUMMIT Video an:

mySUMMIT: erste Wanderung in Schweden

12. Juni

Heute ist der 4. Tag, den wir in der niedlichen Hütte verbringen. Nils liegt im Bett und schläft endlich und wir verbringen den Abend mit Tee und einem Buch oder Kniffel-spielend in der Küche. Von draußen hört man die Schafe blöken und den Wind durch die Blätter streichen – ansonsten ist Stille hier oben. Gerade fallen ein paar leichte Regentropfen – ein ungewohntes Geräusch nach den vielen Tagen mit Sonnenschein hier in Schweden. Inzwischen fühlen uns in unserer neuen Herberge richtig wohl. An die Enge in dem kleinen Haus haben wir uns schnell gewöhnt – man merkt, dass man gar nicht so viel braucht, wie man immer denkt. Man beschränkt sich eben auf das Wesentliche! Wir genießen es unendlich einfach in den Tag hinein leben zu können und verbringen die erste Zeit damit, die Gegend zu erkunden, und Informationen über geeignete Aktivitäten zu erlangen. Erst mal ankommen!

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Was für ein Blick auf den See

Zwei kleinere Wanderungen haben wir mit Nils in der Manduca bereits getestet. Vorgestern haben wir eine zweistündige Wanderung am Lysetjärn – einem kleine See in der Nähe von Bengtsfors – gemacht. Nils genießt das getragen werden in der Manduca merklich: mit hohen lustigen Tönen bringt er seine Begeisterung zum Ausdruck bevor er dann seelig einschlummert. An einem tollen Uferplatz verweilen wir und Berit nutzt die Zeit für eine Abkühlung durch ein Bad im See.Die Schlafzeiten von Nils nutzen wir bewusst, um uns auch selber nochmal hinzulegen oder endlich mal wieder ein gutes Buch zu lesen. Zwischendurch gehen wir immer wieder runter an den See um bei dem herrlichen Wetter ein erfrischendes Bad zu nehmen. Wenn man mit Baby unterwegs ist, muss man sowieso seine Aktivitäten dem Rhythmus des Kleinen anpassen! Inzwischen isst Nils mehr und mehr Breimahlzeiten, die zubereitet werden wollen oder zur entsprechenden Zeit aufgewärmt werden müssen.

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Wanderwege Fehlanzeige!

Heute wollten wir unseren „Hausberg“ besteigen, von dem uns Erik eine sagenhafte Aussicht über den ganzen See versprochen hat. Netterweise hat er uns gleich die Wegbeschreibung ausgedruckt. Der Berg ist mit 250 Hm eher eine Anhöhe, sei allerdings sehr steil, warnte Erik.

Den Weg haben wir leider nicht richtig gefunden, so dass es eher eine Wanderung quer durch den schwedischen Blaubeerwald wurde und die steilen Stellen auch nicht. Aber die Aussicht hat sich wirklich gelohnt und es war eine tolle Wanderung.