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Gewinnspiel „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“

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Gewinnspiel – 2 x 2 Freikarten zu gewinnen

Der Cerro Torre kommt in die Kinos – David Lama und sein Seilpartner Peter Ortner auf dem Weg zur ersten freien Begehung der „Kompressorroute“. David Lama war 19, als er sich 2009 in den Kopf setzte, die von Cesare Maestri mit brachialen 360 Bohrhaken eingerichtete Route an der Südostkante des Cerro Torre in Patagonien als erster Kletterer frei zu begehen.
2012 kann sich das Ausnahmetalent seinen Traum verwirklichen und die Kompressorroute zusammen mit Peter Ortner frei klettern. Die Dokumentation begleitet den sportlichen und persönlichen Prozess von David Lama und ist gleichzeitig ein spannender Film über Kontroversen im Alpinismus und einen mythenumwobenen Berg.
Der Film läuft ab 13. März in Deutschland und ab 21. März in Österreich in vielen Kinos. http://www.cerrotorre-movie.com/de

Dank unseres Partner Klettershops verlosen wir 2 x 2 Freikarten für den Film.

Alles was Ihr tun müsst: Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Artikel – nicht wundern, dieser erscheint erst nach redaktioneller Prüfung –und beantwortet uns bitte folgende Frage: “Wie alt war David Lama, als er sich in den Kopf setzte, die Route an der Südostkante des Cerro Torre in Patagonien als erster Kletterer frei zu begehen?”  Die Verlosung endet am Mittwoch, den 12.03.2014, um Mitternacht. Am darauffolgenden tag werden wir unter allen richtigen Antworten die Gewinner auslosen und über die jeweils angegebene E-Mail-Adresse bzw. hier unter dem Beitrag benachrichtigen. Das gesamte Team von mySUMMIT wünscht allen Teilnehmern viel Glück.
Teilnahmebedingungen: Aktionszeitraum ist vom 07.03. – 12.03.2014. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren, der einen Kommentar mit der richtigen Antwort zu der von uns gestellten Frage unter diesem Artikel hinterlässt. Die Gewinner werden direkt über die angegebene E-Mail Adresse benachrichtigt. Die persönlichen Daten werden lediglich zur Kontaktaufnahme genutzt und anschließend wieder gelöscht. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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mySUMMIT: Torres del Paine – Tag 6

Refugio Grey – Refugio Paine Grande – Bootsfahrt über den Lago Pehoe – Guarderia Pudeto (11 KM)

Welches komische Geräusch höre ich da… oh Andre weckt uns alle – bin schon netter geweckt worden! Nach 15 Stunden mache ich meine Knöpfe wieder auf… oh mann diesen Schlaf habe ich echt gebraucht! So einen miesen Tag hatte ich schon lange nicht mehr. Ich merke aber sehr schnell – ich fühle mich viel besser! Ich schlüpfe aus meinem Schlafsack und schnappe mir ein Waschzeug. Auf zum See waschen. Am See fällt mir etwas auf, was ich unterbewußt schon gemerkt hatte. Windstille! Endlich ein Tag ohne Wind! Eins, zwei Oberkörper frei… es wird sich gewaschen. Ganze 600 Meter von mir weg fällt der Grey Gletscher in den See. Totenstille – nur das plätschern meiner Hände im Wasser ist zu hören – etwas ungewöhnliches für die letzten Tage. Das eiskalte Wasser hat eine Temperatur von ca. 5 Grad – duschen zu Hause ist angenehmer – aber auf einer Outdoor Tour ist das halt so! Die Kälte zieht in meinen Körper – erst langsam dann immer schneller dringt die Kälte hinauf. Ein tolles Gefühl – nach dem letzten Tag – fühle ich mich wieder lebendig. Eine Eisscholle schwimmt an mir vorbei, die vor einigen Stunden vom Gletscher abgebrochen sein muss. Ist es der Augenblick auf den ich die ganze Zeit gewartet habe – das Zeichen? Ich fühle mich plötzlich lebendig als ob Balast von meinen Schulter gefallen ist….   Plötzlich werde ich aus meinen Gedanken herausgerissen – ich ziterre am Körper – oh ja es ist kalt!!!!! Schnell trockne ich mich ab und gehe zum Zelt um meine Sachen zu packen. Wir haben etwas Zeitruck – dawir 4 Stunden laufen müssen – und die Fähre aus dem Nationalpark um 12 Uhr ablegt. Ich spreche mich mit Jorge ab und gehe als erstes los – da ich nicht weiß wie es heute so geht. Auf dem Weg beobachte ich plötzlich Dinge, die ich am Vortag gar nicht wahrgenommen habe! Wasserfälle, Blumen (NEIN KEINE PFLANZEN *GRINS*) – ein Naturparadis. Mein Gott ich war gestern wirklich fertig!

Irgendwie habe ich vergessen meine Wasserflasche aufzufüllen – nach ca. 1 Std. Fußmarsch komme ich an eine Quelle…. trinke und merke das ich vor 1,5 Tagen das letzte mal was gegessen habe – WAS EIN LOCH IM MAGEN – HUNGER!!!!
Auf einem schönen Hügel mit toller Aussicht mache ich eine Pause. Von hier hat man einen tollen Blick auf den Grey Gletscher. Ich entschliesse mich auf die anderen hier zu warten. Schneide mir von meinem 6 TAge alten Brot eine Scheibe ab und esse dazu Schokolade. Die Reste müssen weg – und nach 1,5 Tage ohne essen schmeckt einfach alles!!
Insgesamt benötigen wir heute für die Strecke nur 3 Stunden. Unser Boot fährt pünktlich um 12 Uhr ab – und wir geniessen die letzten 30 Minuten im Nationalpark Torres del Paine. Wehmut steigt in mir auf – was für eine grandiose Naturlanschaft durften wir bei bestem Wetter erleben – welch tolle Augenblicke und Erfahrungen… Torres del Paine – ich komme wieder zurück!!

mySUMMIT: Torres del Paine

Hallo zusammen, leider ist das Internet nicht gerade schnell. Wir haben auch nur ein paar Stunden Zeit – dann geht es weiter nach Argentinien. Als erstes – ich lebe noch! Der Nationalpark Torres del Paine war sensationell. In den letzten 6 Tagen haben wir alles erlebt, was mann sich vorstellen kann. Traumhafte Natur, super Wetter – aber auch 60 KM/h Wind gegen den wir 6 Stunden ankaempfen mussten sowie 11,5 Stunden Wanderung mit 18 KG Gepaeck. In einer Nacht hat es mich erwischt – kein gutes Essen und ich habe mir die Seele aus dem Leib gekotzt. Am naechsten Tage war eine lange Tour mit Gepaeck vorgesehen – die habe ich irgendwie geschafft!

Aber nach 1,5 Tagen ohne Essen bin ich jetzt froh wieder in Puerto Natales zu sein – duschen und lecker Steak essen heute Abend! Bilder und BErichte gibt es sobal eine gescheite Internetverbindung steht! Kann aber was dauern!!
Euer Volker

mySUMMIT: Torres del Paine – Tag 5

Refugio Paine Grande – Refugio Grey (11 KM)

Was für eine Nacht – ich wusste gar nicht es noch kleiner Zelte gab – als alles ws wir bisher hatten. Doch das Zelt am Refugio Paine Grande toppte alles. Soooo klein mit zwei Mann + Gepäck – ich weiß gar nicht wie Jorge und ich da überhaupt Platz gefunden haben.
Gut schlafen ist anders – und dann musste ich unbedingt aufs Klo – wie das beim Zelten so ist, aus seinem warmen Schlafsack will man nicht raus und zögert das unvermeintliche ne gute halbe Stunde raus! Aber dann…. blitzschnell raus aus dem Schlafsack und rein ins Gebüsch! Soweit so gut – leider ging ich nur einen Meter und dann passierte es – urplötzlich wurde mir schlecht und ich musste mich mehrfach übergeben! Das ganze wiederholte sich am morgen nach dem Zähneputzen – ich wusste der Tag wird echt mies! Und es sollte richtig mies werden!! Zum Glück war ich nicht alleine angeschlagen – die 11,5 Stunden steckten Jorge auch in den Knochen – also schleppten wir beide uns den 3,5 Stunden langen Fußmarsch Richtung Camp Grey – ich glaube nach 5 oder 6 Stunden erreichten wir das Camp. Bei jedem Schritt dachte ich ich muss wieder kotzen – mir ging es echt dreckig. Zum Glück blieb eine Zeit Julia bei mir und ich konnte mit meinem Medizinischen Halbwissen glänzen…  aber stur wie ich bin gab es gegen ärztlichen Rat keine Iboprofen!
Nach 3 Studnen gab ich mich geschlagen – Tablette rein und wer glaubts… es ging plötzlich besser!
Das Refugio Grey ist der schönste, romantischste Platz den ich in meinem Leben gesehen habe – und ich war schon viel auf der Welt unterwegs! Ein Wahnsinn… einfach wunderschön!!!!! Leider hatte ich nicht viel davon – im Camp anekommen legte ich mich in meinen Schlafsack und pennte bis zum nächsten Morgen 15 Stunden durch! 

Erkenntnis des Tages: Mir geht es einfach scheiße! Gute Nacht!

mySUMMIT: Torres del Paine – Tag 4

Refugio Los Cuernos – Campamento Italiano – Mirador Campamento Britanico – Refugio Paine Grande (28 KM) MEIN GEBURTSTAG

Was ein Tag – ich sitze hier gegen 18 Uhr im Refugio Paine Grande – trinke mit Andre ein Bierchen. Nach 9,5 Stunden Wanderung, 28 Kilometern, 18 KG Gepäck und 1000 Höhenmeter rauf und wieder runter sind wir echt kaputt. Wir beide machen uns Sorgen um die anderen – Jorge, Nina, Ulrike sind noch weiter in ein (aus meiner Sicht) Steinschlaggebiet gelaufen, völlig irre – ich weiß nicht was die finden wollen/sehen wollen aber… Sie wollten auf mich nicht hören! Endlich nach 11,5 Stunden kommen sind alle im Refugio angekommen. Ich dacht wir sind fertig – aber die drei können ds nochmal toppen. Ich werde nie vergessen, wie Jorge die Hände zum Himmel streckte und froh war, gesund endlich das Refugio zu erreichen. Was ein Tag.. aber ich fange besser vorne an…

Heute Nacht teilte ich mir das Zelt mit Jorge. Recht früh wurden wir wach und mein erster Gedanke war – scheiße heute ist der Tag – dein Geburtstag. Meine Gedanken verloren sich in der Vergangenheit und mir wurde sofort klar – du musst dich ablenken. Heute powerst du dich richtig aus. So richtig funktioniert hat das am Anfang nicht! Wir trollten uns ins Refugio zum Frühstück… alle gratulierten mir super lieb zum Geburtstag.. (wenn Sie nur wüssten das ich auf den Tag gar keine Lust habe) – es gab einen von mir kauften Marmorkuchen – der sogar drei Tage in meinem Rucksack überlegt hat – und nicht wie die letzten 9 Jahre meinen absoluten Lieblingskuchen – immer gabs einen Käsekuchen! Ich liebe Käsekuchen! Ich glaube beim Frühstück war ich keine gute Gesellschaft – redete nicht viel und verbreitete eher schlechte Stimmung. Daher beschoss ich heute alleine zu gehen. Jorge machte etwas Tempo – er wusste ja das es ein langer Tag wird. Die anderen wanderten los – ich lasse mir Zeit um alleine zu sein. Um mich etwas abzulenken sang ich alte Pfadilieder – was für eine bescheuerte Idee – das konnte ja nicht ablenken! Weg führte uns entlang des Sees, der heute wieder sein wildes Gesicht zeigte. Es war windig – aber ansonsten ein schöner Tag. Pötzlich ging der Weg scharf nach rechts und ich plumste auf einen großen Steinstrand – was ein tolles Bild. Ich setzte mich in die Sonne und lasse meine Gedanken scheifen! NEIN – JETZT IST SCHLUß – jetzt hole ich die anderen ein und bin als erstes im Campamento Italiano! Es war aber ein besonderer Moment – ich kann es nicht beschreiben – ich fühlte aber das genau hier an diesem Steinstrand etwas mit mir passiert. Wie ich es immer mache – an besonderen Orten/Augenblicken suche ich mir einen kleinen Stein und machte mich auf den Weg. Ich einen schnellen Tempo nahm ich die „Verfolgung“ auf. Nachdem ich Julia, Ayda, Nina und Ulrike eingeholt hatte, ging ich nochmals schneller – ich sah in der Ferne Andre und Jorge wandern. „Die packe ich noch vor dem Camp“ sagte ich mir! Und wie es halt mit nem Ehrgeizigen Kerl so ist – natürlich holte ich die anderen kurz vor dem Camp ein. Im Camp machten wir Pause – hier mussten wir uns entscheiden – gehen wir den Mittleren Strang des „W“ oder laufen wir weiter zum Refugio Paine Grande. Julia und Ayda entschieden sich für den Weg zum Refugio. Wir anderen liefen das „W“ – in dem Bewußtsein das wir gut 1000 Höhenmeter rauf laufen – und den selben Weg wieder hinab. Das ganze wird ca. 6 Stunden dauern. Vom Camp Italioano sind es im Tal noch gut 2 Stunden bis zum Refugio. d.h. gute 8 Stunden sind wir noch unterwegs… Alle ließen Ihre Rucksäcke im Camp Italiano – in guten 6 Stunden sollte wir ja wieder hier sein. NEIN – nur ein Verrückter will den Rucksack mit 18 KG den Berg hinauf – und wieder hinabtragen – genau Volker Reinsch vom mySUMMIT. Nachvollziehen konnte das keiner – Sie wussten ja nicht warum ich das tue!

Also ging es stundenlang Bergauf – relativ schnell machte ich vorne das Tempo – trotz den 18 KG schweren Rucksack. Die anderen fielen schnell zurück und ließen es gemütlicher angehen. An diesem Tag erwarb ich von Jorge den Titel „Held vom Torres del Paine“ – der Tag war eine konditionelle Meisterleistung. Der Weg schlengelte sich durch wilde Landschaften, in der Ferne konnten wir die Nordwannd vom Cumbre Principal sehen – von der sich der Glaciar Frances ins Tal schlengelte. Immer wieder brachen große Schneebretter ab und donnerten mit höllenlärm ins Tal. Ich war froh auf der anderen Seite des Tals zu laufen… aber die Lawinengeräusche begleiteten uns stundenlang. Irgendwann passierte ich das Campamento Britanico (ein Zeltplatz kurz vor der Mirador). Ich fragte mich wer hier sein Zelt hochschleppen würde – da fiel mir wieder ein – Jung du hast ja auch die 18 KG auf dem Rücken. Die Leute die mir begegneten erklärten mich entweder für verrückt oder bewunderten mein Tempo und die Leichtigkeit mit der ich den Pfad mit Rucksack bergauf hinauflief! Gut 40 Minuten vor den letzten unserer Gruppe erreichte ich Mirador. Ich fühlte mich super – ich stand auf dem Mirador, eine sensationelle Aussicht und ich spürte das mich der Moment richtig glücklich machte! Es sollte der einzige Moment auf meinem Geburtstag bleiben.

Ich habe keine Ahnung warum, aber irgendwie ging am Mirador das Gerücht um – es geht noch weiter Bergauf – man könnte noch tolle Gletscherseen beobachten. Auf der Karte waren diese auch eingezeichnet – ich blieb skeptisch. Jorge schaffte es in seiner charmanten Art mich zu überreden. Sogar die Tatsache das der Weg durch die Ranger gesperrt war, hielt nicht davon ab weiterzugehen. Eine gute halbe Stunde folgten wir einen steil bergauf sich schlängelnden Trampelpfad. Andre und ich liefen vor – die anderen kamen langsam nach. Irgendwann verlor sich der Pfad im Nirgendwo standen mitten auf einem Geröllfeld, das Wetter war jetzt auch nicht so toll und Steinschlaggefährdet sah das für mich auch aus. Für mich war klar – diese Gletscherseen werden wir nie finden – zumindest nicht hier. Hier ist es zu gefährlich weiterzugehen. Ein Blick auf die Uhr machte die Entscheidung noch leichter – 14 Uhr! Wir müssen von hier noch gute 3 Stunden absteigen und im Tal nochmal 2 STunden laufen d.h. vor 19 Uhr kommen wir nicht ins Refugio. Und uns steckten schon gute 5 Stunden in den Knochen. Andre brauchte nicht lange – er sagte sofort „Volker hat recht – ich steige mit ab“… Jorge, Nina und Ulrike meinten unbedingt weiterzulaufen. Alles guten Argumente nutzten nichts – SIe wollten weiter. Gesagt getan – wir teilten uns. Andre und ich flogen bergab und die drei stiegen weiter hinauf. EINE BESCHEUERTE UND GEFÄHRLICHE AKTION… was Sie am Abend zugaben! Das war totales Irsinn!!!
Das Tempo was Andre vorlegte war Wahnsinn – fast im Lauftempo flogen wir über Stock und Stein den Hang hinab – ganz ungefährlich war das nicht – einmal falsch auftreten, ein loser Stein und es passiert….. und es passierte! Wir merkten das nach gute 7 Stunden wandern unsere Konzentration schlechter wurde – und plötzlich merkte ich wie sich ein Stein unter mir löste – ich versuchte sofort das Gleichgewicht zu halten – der 18 KG schwere Rucksack machte es unmöglich. Ich wurde in die Tiefe gedrückt und konnte nur noch schauen das ich mich halbwegs gut abfing. Im Sturz drehte ich mich intuitiv nach Links… eine gute Entscheidung… harte knallte ich auf den Steinen auf… konnte mich aber an einem Baumstumpf festhalten. Der Scherz zuckte durch meinen Körper… nach einer Schrecksekunde merkte ich aber das mir nichts schlimmes passiert ist – Hände, Beine und Arme haben zwar große Schrammen abbekommen und meine Hand wurde etwas dick – aber sonst war alles OK. Andre stürzte sofort herbei und wollte helfen – es ging mir ja gut und das sagte ich Ihm. Beide etwas erschrocken von dem kleinen Unfall – gingen nun langsamer und wieder konzentrierter den Hang hinab. Nach 2 Stunden liefen wir im Camp Italiano ein. Andre holte seinen Rucksack und weiter ging unsere „Jagd“ durch den Nationalpark Torres del Paine. Nach ca. 30 Minuten fiel mir am Boden eine große Spinne auf – ich lachte laut und rief Andre zu – hey ein Spider – hier hatte einer langeweile…  Andre rief sofort: „Wie geil ist das denn – das waren die Mädels!“ Ja richtig Julia und Ayda sind ja nicht mit aufgestiegen und die legten uns ein Wegzeichen. Unsere gute Stimmung wurde dadurch  noch besser und wir beschleunigten nochmals. Wir knallten den sehr hügeligen Weg entlang… immer wieder den Blick auf die Uhr – nach jedem Hügel hofften wir das Refugio zu sehen… und immer wieder sieht man am Horizont nur den nächsten Hügel – der Weg war zermürbend aber wir wollten nur noch zum Refugio. Wir hatten ehrlich gesagt – die Schnautze voll vom laufen – das war ein krasser Tag! Und ich schleppte die ganze Zeit dien 18 KG Rucksack… die Ablenkung hat super funktioniert. Endlich nach 9,5 STunden taucht am Horizont das Refugio auf – die Tier haben sich damals wohl genauso gefühlt – als Sie die Arche Noha gesehen haben…. erschöpft aber überglücklich erreichten wir das Refugio!!!  Im Refugio holte Andre uns erstmal ein Bier…. OK am Ende waren es vier!  Aber auf meinem 34. Geburtstag der sicherlich der anstregenste Tag auf der ganzen Reise sein sollte – haben wir auch ein Bierchen verdient.
Wir fragten die Ranger nach unseren Zelten und brachten unser Gepäck weg. Dann schnell Duschen – jipiiii nur kaltes Wasser! Hey Amigos – ich habe Geburtstag – aber warmes Wasser gab es trotzdem nicht. So viel die Dusche sehr kurz aus und wenig später trafen wir uns mit Ayda und Julia. Wir erzählten unseren Spannenden Tag – die Mädels von Ihrem „Wellnesstag – und vom Spider den Sie gelegt hatten“. Und dann nach 11,5 Stunden trudelten Jorge (betend zum Himmel), Nina und Ulrike ein. Ich werde nie vergessen wie Nina sagte: „Heute, heute wäre der Tag gewesen an dem ich mich gefreut hätte – wenn Volker uns entgegenkommt und meinen Rucksack trägt!“ Die Leute lernte ich ja so verrückt und hilfsbereit in den letzten Wochen kennen – aber wenn Nina das Konditionsmonster soetwas sagt – dann war der Tag wirklich super krass!!
Nachdem die anderen geduscht hatten – mit warmen Wasser *ÄRGER* – gab es Abendbrot und viele Spannende Geschichten! WIr alle erlebten einen Wahnsinnstag – alle gingen an Ihre körperlichen Grenze und wir sind froh mit diesen besonderen Menschen – diese Augenblicke an diesem Tag teilen zu dürfen!!!

Erkenntnis des Tages: Mein nächster Geburtstag wird schöner!

mySUMMIT: Torres del Paine – Tag 3

Refugio Chileno – Refugio Los Cuernos (16 KM)

Uhi das war ne klasse Nacht – wieder Einzelzelt und soooo lange geschlafen!  Ich wurde freundlich von den anderen gegen 9:50 Uhr geweckt – um 10:00 Uhr sollte es Frühstück im Refugio geben. Also schnell raus aus dem Schlafsack.. packen kann ich auch später noch! Nach einem ganz gemütlichen Frühstück wollte ich Andres Tip ausprobieren – er meinte am Wasserfall kann man sich besser waschen als im Fluss. Und er hatte recht – ein toller Platz mit einer grandiosen Aussicht ins Tal hinab. Leider war das Wasser genauso kalt wie im Fluss  *lach*

Auch heute ist uns der Wettergott freundlich gestimmt – strahlender Sonnenschein sollte uns auf unserer 6,5 Stunden Wanderung nächstem Refugio im Nationalpark Torres del Paine begleiten. Leider gesellte sich ein stürmischer Wind dazu – am Abend erzählten die Ranger das die Windstärke bei 60-70 Stundenkilometer lag….
Der Weg führte durch durch eine Wiesen und Hügellandschaft, in die sich eine Vielzahl von Seen einfügte.In der Sonne glizerten Eispartikel und färbten das Wasser türkis blau! Der stürmische Wind macht unserem Wetterschutz am Rucksack zu schaffen – der Wind verfing sich immer wieder und drohte den Wetterschutz zu zerreissen. Gut das Volker Reinsch vom mySUMMIT genug Ausrüstung dabei hatte – mit Bandschlingen, Karabiner und Packriemen befästigte ich  bei den anderen den Wetterschutz. Stundenlang liefen wir gegen der Wind an – auf dauert wurde das sehr anstrengend. [siehe Video] Unsere Mittagspause verbrachten wir hinter einem Busch, der uns gegen der Wind schützte. Leider zogen dunkle Regenwolken auf, so dass wir uns weiter auf den Weg machten – keiner hatte Lust bei dem Wind auch noch Regen abzubekommen. Wie sollte es sein – es gegann zu Nieseln und der Regen peitschte uns ins Gesicht. Gegen 17 Uhr erreichten wir unsere Zelte, die wie an den anderen Tagen auch viel zu klein waren. Ich ging mit Jorge in ein Zelt – Andre hatte das Vergnügen des Einzelzeltes. Im Refugio gab es erst das obligatorische Bierchen und danach verschwanden wir alle schnell unter der heißen Dusche! Nach 3 Tagen ohne Dusche war das eine Wohltat! Zum Abendbrot gab es Pilzsuppe, Püree mit Schweinefleisch und zum Nachtisch – was sonst Kuchen!

Am Abend zog der Himmel wieder auf und wir durften am Steinstrand einen wunderschönen, romantsichen Sonnenuntergang erleben. So friedlich, wunderschön… so hat der liebe Gott sich die Welt vorgestellt!

mySUMMIT: Torres del Paine – Tag 2

Refugio Chileno – Campamento Japones – Refugio Chileno (20 KM)

… gaaaanz gemütlich aufstehen – da wir gestern bereits zwei Tagesetappen gelaufen sind, sollte es heute etwas ruhiger werden. Wir wollten einen Tagesausflug zu den Torres machen, diesesmal aber von der anderen Seite. Die Nacht im Zelt war prima – Volker Reinsch vom mySUMMIT hatte das Glück diese Nacht ein Einzelzelt zu haben. Endlich einmal genug Platz in den kleinen Zelten… beim Frühstück machte ich mir Gedanken über die Schweizerin aus Puerto Natales, eingentlich krass Sie kündigt Ihren Job um 1 Jahr um die Welt zu reisen. Würde ich das auch machen?

Nach einem Aufenthalt im Wellness Bereich (am Fluss waschen) gab es im Refugio für 5500 Pesos ein leckeres Frühstueck. Toast, Marmelade, Rührei!!!, Cornflakes und Kaffee. Heißes Wasser für meine Thermoskanne gab es auch noch. Unser Tagesausflug soll ca. 8 Stunden dauern. Durch das Tal vom Vortag ght es immer weiter durch Laubwälder. Die Bäume vom Wind und Wetter gezeichnet, schräg gewachsen, viele Baumstämme liegen im Bach von der Schneeschmelze… ein mystisches Bild. Der Wald erinnert mich an Ronja die Räubertochter. Je länger wir wandern – umso mehr werde ich von der Gegend verzaubert. Meine Gedanken schweben weit weg – ich bin an einem anderen Ort – irgendwie ein komisches Gefühl! Welche Überraschungen hat der Nationalpark Torres del Paine noch für uns übrig?

 Der Fluss erst wild und voller Stromschnellen, schlängelt sich immer mehr lieblich durch das Tal. Ein ruhiges, wohlklingendes Plätschern begleitet uns auf unserer Wanderung. Nach ca. 2,5 Stunden kommen wir am Zeltplatz „Campamento Japones“ an. Von schlängelt sich der Weg steil Bergauf zur Gletschermoräne! Wir treffen einen spanischen Bergsteiger der gestern die Torres bestiegen hat. Er erzählt uns eine spannende Geschichte des Aufstiegs und erläutertauf Nachfrage der Mädels die Funktionsweisen der Kletterausrüstung. Nur noch 3,5 Stunden bis zu den Torres meinte er. Durch ein altes Flussbett geht es direkt steil hinauf. Nach einer halben Stunde und kleineren Kletterpassagen erreichen wir die Gletschermoräne, die sich beeindruckend mehrere Kilometer ins Tal hinabschiebt. Welche Gesteinsmassen der Gletscher vor sich her schiebt – die Kräfte der Natur sind unbegrenzt. So langsam schlägt das Wetter um – dichte Regenwolken sind am Horizont zu sehen und der Wind wird stärker. Nach gut 1,5 Stunden treffen wir Sophie aus Australien mit Ihrem Freund – ich lernte Sie am Vortag im Bus kennen. Wir wechselten ein paar Worte und immer weiter geht es über die Gesteinsbrocken bergauf. Sophie meinte es dauert noch 1 Stunde bis zu den Torres. Mir gefällt das Wetter nicht, die Berge verschwinden immer mehr in den Regenwolken – der Wind wird stärker. Wir holen unsere Windbreaker raus und ziehen uns um, da es immer stürmischer wird. Nach meinem Empfinden sind einige der Guppe nicht mehr so fit (wird sind ja auchbereits  lange unterwegs). In meinen Augenwinkel entdecke ich eine Biwakhöhle. Irgendwie hört mir aber keiner zu und wir kämpfen uns weiter bergauf! Kurze Zeit später nehme ich  Jorge zur Seite und erläutere Ihm meine Bedenken. Wenn wir über die Moräne im Regen absteigen müssen wird es rutschig und nicht ganz ungefährlich. Das Wetter ist mir zu unheimlich – ich mache mir SOrgen um die Mädels, die Kraft lässt doch zusehens nach. Wir teilen die Gruppe, er geht weiter mit allen die wollen. Bei mir bleiben Ayda und Julia – wir steigen sofort ab. Da die beiden eine Pause brauchen und wir uns vor dem Wind schützen wollen, gehe ich mit den beiden zur Biwakhöhle. Dort trinken wir erstmal heißen Tee und essen Schokolade und unser Brote. Dann passiert genau das was ich befürchtet hatte. Es fängt an zu regnen. Wir entscheiden uns sofort den Abstieg zu beginnen. Also Regensachen angezogen und sofort ging es los – es erwartete uns starker Wind und Nieselregen. Glücklicherweise wurde der Regen nicht stärker, jedoch waren einige Passagen sehr rutschig. Nach einem langen, langsamen Abstieg erreichten wir das Campamento Japones. Ich war froh die beiden heil und gesund ins Tal gebracht zu haben – die Mädels waren glaub ich auch froh einen erfahrenen Bergsteiger an Ihrer Seite zu wissen. Die restliche Gruppe holte uns schnell ein – so gingen wir gemeinsam zurück zum Refugio. Glücklich und Erschöpft erreichten wir pünktlich zum Abendessen das Refugio. Suppe, Rinderfilet mit Reis und als Nachtisch Kuchen wurden schnell verdrückt. Jetzt sitze ich hier im Wind vor dem Refugiu und trinke einen Schluck Wiskey. Es wird immer kälter und wir erleben die Wetterumschwünge in Patagonien intensiver.

Erkenntnis der Tages:
Ich achte sehr auf andere Menschen, helfe Ihnen wo ich kann und stelle meine Wünsche und Bedürfnisse zurück. Doch ich sitze hier und frage mich: Wann machst du etwas für dich?

mySUMMIT: Torres del Paine – Tag 1

Basislager Laguna Amarga – Camp las Torres – Refugio Chileno – Massiv las Torres (18 KM)

In Puerto Natales übernachteten wir im Hostel „Casa Cecilia“, welches von Werner – einem Schweizer geführt wird. Er ist ein netter, hilfbereiter Mann – der gern auch Touren, Bustransfers etc. für euch organisiert. Bekannt ist das Casa Cecilia für sein tolles Frühstück (für Chile) und die nette Atmosphäre. Gegen 08:00 Uhr holte uns der Bus zum Nationalpark ab. Ca. 2 Stunden benötigte der Bus durch die Chilenische Pampa, eine Landstrasse (eher Schotterpiste) und viel Weideland und Steppe. In der Ferne leuchteten die beschneiten Berge in der Sonne – ja wirklich wieder ein Tag Sonnenschein. Volker Reinsch vom mySUMMIT sagt es immer wieder: „Wenn Engel reisen…“

In Torres del Paine angekommen meldeten wir uns erstmal bei den Rangern im Nationalpark an. 10.000 Pesos Eintritt und der übliche Wahnsinn – viele kleine weisse Zettel die ausgefüllt werden mussten. Meine Reisepassnummer kenne ich bald auswendig *grins*. Vom Eingang des Nationalparkes Torres del Paine führte unser Weg 18 KM zum Refugio Chileno wo unsere Zelte auf uns warteten. Zelte? – Was man auch immer sagen mag aber Zelte sind das nicht! Viel zu klein, alt, dreckig…

 [Wir haben in den bereits aufgebauten Zelten neben den Refugios geschlafen – auf keinen Fall solltet Ihr das machen – entweder Zelte mitnehmen und auf den „Campingplätzen“ zelten oder im Refugio schlafen. mySUMMIT Empfehlung: Übernachtung und Essen im Refugio!!!]

Am Refugio Chileno angekommen, bezogen wir erstmal unsere Zelte – danach gab es ein leckeres Mittagessen. Nach Brot, Wurst, Käse und leckeren Oliven ging es durch ein langes Tal indem ein wilder Fluss, gespeist von den vielen Wasserfällen, das Tal herunter fließt. Ein wenig erinnert mich das Tal an den Weg zur Rheintalangerhütte – nur das hier alles viel größer ist! Bei diesem schönen Wetter, wollten wir unbedingt die Torres noch sehen, wer weiß wie morgen das Wetter wird. Diese interessante Felsformation ist eine Hauptattraktion im Nationalpark  Torres del Paine. Eine Traumlandschaft durch die wir den steilen Anstieg zu den Torres in Angriff nahmen.

Gegen 16 Uhr kam Volker Reinsch vom mySUMMIT am Mirador der Torres del Paine an. Ein unglaublich schöne Seelandschaft über der die drei Torres steil in den blauen Himmel ragten. Mir fehlen die Worte… einige Zeit später war die gesamte Gruppe da und die obligatorische Fotosession begann. Jeder wollte ein Foto mit den Torres im Hintergund haben. Wir machten viele, verrückte Bilder. Wir waren so früh da, das wir eine lange Pause in der Sonne machen konnten. Ich nutzte die Zeit um die Ruhe und die Schönheit der Natur zu geniessen. Nachdenken, klare Gedanken fassen…. Da es sehr warm war, konnte ich nicht anders als meinen Kopf in den eiskalten Gletschersee zu stecken. 

Nach zwei Stunden Aufenthalt ging es wieder zurück zum Refugio Chileno. Andre und Volker liefen vorraus – wir hatten so großen Durst (leider war ja ANGEBLICH!!! kein Wasser mehr da! Danke Jule!!) knallten den Berg hinab zum nächsten Bach – dort wurden die Wasserflaschen direkt aufgefüllt. Am Refugio Chileno angekommen, gab es ersteinmal ein leckeres Austral (0,33 Dose  Bier 3€!) – welches wir in der Abendsonne sehr genossen! Das Abendessen in den Refugios kann ich nur empfehlen. 10.000 Pesos kostet es zwar, es hat aber drei Gänge und schmeckt sehr gut! Dafür muss man nicht das ganze Essen für 5 Tage mitschleppen! Bei uns gab es Suppe, Hähnchen mit Reis und zum Nachtisch ein Stück Kuchen. Eigenes Kochen im Nationalpark lohnt sich wirklich nicht! Gegen 22 Uhr ging es dann in die Zelte, es wurde dunkel und kalt. In der Nacht wurde es ganze 2 Grad warm.